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mit Oliver Kästner

Helmut Wegmann / pixelio.de

 

November 2009 – Interview mit Oliver Kästner, Abteilungsleiter Volleyball

Der Anfang ist gemacht. Für das Erste Frage-Antwort-Spiel stellte sich der Abteilungsleiter der Volleyballer, Oliver Kästner, zur Verfügung.

1. Stell Dich doch bitte mal vor, für alle, die Dich noch nicht kennen sollten.

Ich heiße Oliver Kästner, bin 32 Jahre alt, habe BWL studiert und bin Diplom-Betriebswirt-FH, jetzt selbständig = geschäftsführender Inhaber eines Internetversandhandels, verheiratet, eine kleine Tochter (fast 1 Jahr alt).

2. Seit wann bist Du Abteilungsleiter der Volleyballer? Wie bist Du zu dieser Aufgabe gekommen, bzw. warum hast Du sie übernommen?

Ich bin seit Anfang 2007 Abteilungsleiter, damals noch Rot-Weiß Dabendorf, aber kurz vor der Fusion mit Blau-Weiß Zossen. Der alte Abteilungsleiter hat sich aufgrund einer Verletzung vom Volleyball zurückgezogen und Uli Böhme hatte mich gefragt, ob ich den Posten machen würde, gerade auch im Hinblick auf die vielen neuen Aufgaben im Gesamtverein

3. Wie groß ist die Abteilung Volleyball derzeit (Mannschaften, aktive Mitglieder etc.)?

Wir haben derzeit ca. 70 Frauen und Männer im Alter von 16 – 70 Jahren, 1 Männermannschaft in der Landesliga, eine spielt in der Kreisklasse Dahmeland, 1 Frauenmannschaft in der Landesklasse, 1 Seniorinnentruppe die mehr oder weniger nur noch Gymnastik macht und eine reine Frauen-Freizeitmannschaft.

4. Wie beurteilst Du die bisherige Entwicklung der Abteilung Volleyball? Welche Pläne wurden bisher verwirklicht, welche konnten noch nicht verwirklicht werden, bzw. sind fehlgeschlagen?

Noch stärker als die Fusion mit Zossen hat uns die Übernahme der Landesklassenmannschaft des SV Klausdorf 1900 geprägt, vorher waren wir eine reine freizeitorientierte Abteilung. Seit der Saison 07/08 sind wir nun auch im Ligabetrieb tätig und das mit Erfolg, so haben die Männer in der LK immer vorne mitgespielt und konnten letzte Saison schließlich in die Landesliga aufsteigen. Hier haben Sie in den ersten Spielen auch gute Erfolge gezeigt. Bei den Frauen ist es uns in kurzer Zeit gelungen eine Truppe für die Landesklasse aufzustellen. Sie stehen nun bereits in der 2. Saison im Ligabetrieb, wenn auch die großen Erfolge noch ausgeblieben sind. Von Anfang an war dabei unser Ziel, den Volleyball in Zossen und Umgebung bekannter und populärer zu machen, was uns auch gelungen ist, was die teilweise sehr gute Zuschauerbeteiligung bei einigen Spieltagen gezeigt hat. Aufgrund knapper Personalkapazitäten ist es uns aber leider noch nicht gelungen, den Jugendbereich weiter auszubauen.

5. Führen wir die Frage weiter: welche Ziele verfolgt Ihr in der Zukunft? Was soll noch alles erreicht werden, wo liegen Deine/Eure wichtigsten Aufgaben?

Wichtigsten Ziel ist es, uns im Jugendbereich stärker zu engagieren, hier soll mittelfristig in Zusammenarbeit mit der Dabendorfer Schule eine Jugendtruppe aufgebaut werden und das im Männer- wie im Frauenbereich. Zuerst wollen wir dort mit den etwas älteren Kindern (so ab 14 Jahren) starten, dazu brauchen wir aber auch Trainer. Ansonsten ist mein Wunsch, dass alle Abteilungsmitglieder weiter mit viel Spaß an der Sache Ihren Sport ausüben können, dass wir weiterhin gute Voraussetzungen haben (ordentliche Halle, ordentliches Spielmaterial, wie Bälle etc.) und das wir noch mehr Zossener für den Volleyballsport (aktiv und passiv) begeistern können

6. Wie sieht es bei Eurem Aushängeschild, der ersten Männermannschaft aus? Wie beurteilst Du den bisherigen Saisonverlauf in der Landesliga? Was für ein Saisonziel habt Ihr Euch vorgenommen und wie sieht es bis jetzt dahingehend aus?

Die ersten Spieltage sind natürlich unerwartet erfolgreich gelaufen, wobei wir an den letzten beiden Spieltagen dann auf den Boden der Tatsachen zurückgeworfen worden Als Aufsteiger ist natürlich unser Saisonziel erst einmal die Klasse zu halten. Dies sollte uns aber nach meiner Einschätzung auch gelingen. Derzeit stehen wir ja im gesicherten Mittelfeld und aus den bisherigen Begegnungen konnten wir die Erkenntnis gewinnen, dass es auf jeden Fall in dieser Liga schwächere Teams als unsere Mannschaft gibt. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, dann dürfte das Saisonziel kein Problem sein. Ab Dezember ist dann auch unser Neuzugang Sören Lahsowsky für uns spielberechtigt. Dadurch wird die Mannschaft noch ein Stückchen besser sein.

7. Vor Beginn dieser Saison hattet Ihr ja auch ein Trainerproblem und viele der Spieler waren/sind beruflich sehr stark eingespannt – wie sieht die Lage diesbezüglich zurzeit aus?

Bisher konnten wir an allen Spieltagen mit unserer stärksten Mannschaft antreten – hier gab es also keine Probleme. Ansonsten ist die Trainingsbeteilung auf jeden Fall besser, als in der letzten Saison. Jeder Spieler ist mindestens einmal in der Woche beim Training und die nicht in der Region arbeiten, trainieren bei anderen Vereinen mit. Sicherlich ist diese Situation nicht ideal, gerade was das Einüben von Spielzügen betrifft, aber wir müssen mit diesen Bedingungen nun einmal leben. Unser Ziel ist es, dass wir in Zukunft zumindestens einmal im Monat einen Trainingstermin am Freitag einplanen, an dem dann auch die Auswärtigen teilnehmen können. (zum Thema Trainer sagen wir mal nichts. Hier hatte die MAZ im September etwas relativ falsches gemeldet.)

8. Was sagst Du zu Eurem Frauenteam? Zufrieden mit den bisher gezeigten Leistungen und wo siehst Du noch Entwicklungsbedarf?

Ich denke bei den Frauen steht der Spaß im Vordergrund. Zur neuen Saison gab es wieder einige Ab- und Zugänge, so dass sich erst einmal wieder eine Mannschaft finden musste. So waren die Ergebnisse dann nicht ganz so berauschend. Ich hoffe, dass es dem Trainerteam gelingt, die Mannschaft sportlich weiter zu entwickeln, ob Annahme, Zuspiel oder Angriff, auf allen Positionen gibt es noch Entwicklungspotential. Vielleicht gelingt es Richtung eines sicheren Mittelfeldplatz zu schielen.

9. Der MSV Zossen ist ja noch ein relativ junger Verein – was müsste Deiner Ansicht nach noch getan werden, damit der Verein noch enger zusammenwächst und dadurch ein besseres Zusammengehörigkeitsgefühl entsteht?

Ich denke, dass jeder bei sich selbst anfangen muss. Viele sehen zu sehr den Verein nur als Dienstleister, bei dem man jährlich einen Betrag abdrücken muss und dafür ein bisschen sportliche Betätigung bekommt. Ein Verein ist aber mehr, da kommt es auf das Engagement des Einzelnen an, ob innerhalb der Mannschaft, der Abteilung oder im Gesamtverein. Dazu gehört die Zeit für das Bierchen nach dem Training genau so wie ein gesundes Interesse an den Vorgängen in anderen Abteilungen (indem man z.B. als Fußballer auch mal ein Spiel der Volleyballer besucht). Die Vereinsführung muss natürlich Anreize setzen, wie z.B. gemeinsame Feste (wie das Sommerfest). Außerdem ist natürlich eine gute Kommunikation wichtig, damit es den Mitgliedern möglich ist, sich relativ einfach über die Vorgänge im Verein zu informieren. Das ist bei einem so großen Verein mit sehr unterschiedlichen Abteilungen natürlich eine große Herausforderung.

10. Die letzten Worte für Grüße, Anregungen, Kritiken, Lobpreisungen gehören Dir…

Ich möchte mich bei allen im Verein und natürlich speziell auch in meiner Abteilung bedanken, die durch Ihre Arbeit, Ihrem ehrenamtlichen Engagement dazu beitragen, dass sich unser Verein weiterentwickelt. Ich hoffe, dass sich dafür noch mehr Mitglieder einspannen lassen. Ansonsten wünsche ich allen viel Spaß bei Ihren sportlichen Betätigungen und beim Miteinander im Verein. Denn beides ist wichtiger als der reine sportliche Erfolg.