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Spielberichte

Saison 2016/2017

Spielbericht zum 21. Spieltag der 1. Männer:

SC BLAU-WEIß SCHENKENDORF – MSV ZOSSEN 0:3 (0:1)

Zossen war am Sonntag zu Gast in Schenkendorf, wo man die letzten Jahre nie gewinnen konnte und der Gast aber in diesem Jahr erstaunlicher Weise recht tief in der Tabelle zu finden ist. Der MSV war von Anfang an bemüht, das Spiel zu machen. Schenkendorf hingegen war meist nur durch Fernschüsse gefährlich. Die Gäste hatten ihre erste gute Chance durch Basti Puhlmann, die aber nicht zum Tor führte. Danach folgten gleich zwei scharf geschossene Fernschüsse der Gastgeber auf das Zossener Tor: Der eine knallte an die Latte und der andere wurde stark von Keeper David Heners gehalten. Danach war Zossen mehr und mehr im Spiel und ließ eigentlich keine große Aktion der Gastgeber mehr zu in. Der MSV blieb gefährlich, gerade durch Augustin Hoth, der ein Riesenspiel machte und seinen Gegenspieler immer wieder unter Druck setzte, wodurch sehr gute Chancen kreiert werden konnten. Nach einem langen Einwurf von Kapitän Steven Knape erzielte André Kowalski aus knapp 17 Metern das 0:1. Zossen hätte dann nachlegen müssen durch gute Chancen von Basti Puhlmann, wobei der gastgebende Keeper Brain Päplow zweimal riesig gehalten hat. Dadurch ging man nur mit dem knappen Vorsprung in die Halbzeitpause.

Kurz nach Beginn der 2. Halbzeit verletzte sich Augustin Hoth ohne Fremdeinwirkung sehr schwer, nach dem er weitere gute Chancen für den MSV erspielt hatte. Die Mannschaft zeigte Stärke und konnte die Konzentration trotzdem hoch halten und weiter guten Fußball spielen. Schenkendorf hatte in der 2. Hälfte nur eine Torchance, wo sie plötzlich völlig frei vor Keeper Heners aufliefen, aber das Tor verfehlten. Ansonsten kamen vom Gastgeber keine gefährlichen Aktionen mehr. Im Gegenteil, leider musste Schenkendorfspieler Michael Klahs nach dem Versuch, einen gefährlich guten Freistoß von MSV- Kapitän Knape zu verteidigen, ein Eigentor verbuchen. Zossen hingegen kreierte weiter gute Möglichkeiten durch Puhlmann, Kowalski und Wernicke. Der kurz zuvor eingewechselte Frank Wernicke belebte nochmal das Spiel mit sehr guten Hereingaben an Puhlmann, wobei diese Torchancen aber leider immer wieder knapp vergeben wurden. Nach einem präzisen Freistoß von André Kowalski klappte es dann aber mit dem 0:3! Viktor Sander verlängerte den Freistoß per Kopf direkt vor das Tor, wo Basti Puhlmann nur noch einschieben musste. Somit gewann Zossen hochverdient und sicherte so den 2. Tabellenplatz ab.

Fazit von Trainer Sven Schröder: „Erst mal die besten Genesungswünsche an Auge! Es tut sehr, sehr weh zu sehen, dass sich ein Spieler so stark verletzt. Ansonsten war es ein verdienter Sieg von uns und die Spieler, die heute auf dem Platz standen haben alle gut reingehauen und sich wirklich sehr gut als Team präsentiert.“

Spielübersicht:

AUFSTELLUNG:

D. Heners, F. Freiberg, Dave Ausner, St. Knape, A. Kowalski, V. Sander, A. Hoth, P. Caspareuthus, S. Puhlmann, Daniel Ausner, S. Kühn

 

AUSWECHSLUNGEN:

56. M. Bohne für A. Hoth

82. F. Wernicke für P. Caspareuthus

90.+3 T. Böcker für St. Knape

 

VERWARNUNGEN:

Gelbe Karten:

A. Kowalski (61.)

Rote Karte:

0


TORSCHÜTZEN:

A. Kowalski (37.)

M. Klahs (70. ET)

S. Puhlmann (90.+2)

 

Spielbericht zum 20. Spieltag der 1. Männer:

MSV ZOSSEN – SV BLAU-WEIß DAHLEWITZ (3:0)

Zossen war von Beginn an spielbestimmend und erarbeitete sich mehrere Chancen durch V. Sander, M. Bohne und S. Puhlmann, die allerdings allesamt vergeben wurden. Der MSV machte weiter gute Spielzüge, belohnte sich aber allerdings noch nicht. Das lang erhoffte 1:0 fiel in der 21. Minute: Nach einer schönen Vorarbeit von T. Franke schlug F. Freiberg eine Flanke direkt vors Tor, wo F. Wernicke den Ball per Kopf nach hinten zum einlaufenden St. Knape brachte, der den Führungstreffer sicher ins Netz schoss. Ab der 35. Minute hatte Dahlewitz einen kurzen Aufwind und ihre zwei einzigen Chancen des Spiels, die allerdings kläglich vergeben wurden.

Nach der Halbzeit war Zossen zielgerichtet auf das 2:0 aus. Der zweite Treffer fiel folgerichtig per Elfmeter durch T. Franke, nachdem Stürmer F. Wernicke in Spielminute 58 im Strafraum gefoult wurde. Die tapfer spielenden Gäste, die sich nie aufgaben, kassierten noch das 3:0 durch MSV-Kapitän M. Bohne, der nach der Superflanke von T. Franke leichtes Spiel hatte, die Abwehr zu durchlaufen. Danach hätte das Ergebnis noch höher ausfallen können durch weitere Torchancen von Bohne, Caspareuthus und Wernicke. Am Ende ging Zossen als verdienter Sieger gegen kampfstarke Dahlewitzer vom Platz. Alle Spieler blieben ohne Verwarnungen, so dass der MSV auch wieder zurück an der Spitze der Fairnesstabelle ist!

Trainer Sven Schröder sagte nach dem Spiel: „Nach dem schlechten Spiel in der Vorwoche zeigte die Mannschaft heute Gesicht und präsentierte sich von der 1. Minute an sehr stark. Durch eine gute, geschlossene Mannschaftsleistung gingen wir heute als verdiente Sieger aus dem Spiel, wobei Daniel Ausner und Viktor Sander die i-Tüpfelchen waren!“

Spielübersicht:

AUFSTELLUNG:

St. Kühn, F. Freiberg, Dave Ausner, St. Knape, T. Franke, F. Wernicke, V. Sander, Daniel Ausner, M. Bohne, M. Mierow, S. Puhlmann

 

AUSWECHSLUNGEN:

68. P. Caspareuthus für M. Mierow

76. T. Böcker für S. Puhlmann

90. M. Mücke für V. Sander

 

VERWARNUNGEN:

Gelbe Karten: 0

Rote Karten: 0

 

TORSCHÜTZEN:

St. Knape (21.)

T. Franke (59. EM)

M. Bohne (63.)

 

Spielbericht zum 19. Spieltag der 1. Männer:

SV WAßMANNSDORF 1956 E.V. – MSV ZOSSEN (5:3)

Waßmannsdorf spielte von der 1. Minute an auf Sieg und vergab bereits in den ersten Minuten zwei gute Torchancen. Zossen fand in der ersten Halbzeit zu keiner Zeit ins Spiel, hatte aber dennoch durch A. Hoth die Chance zum 0:1, die aber ebenfalls vergeben wurde. Nach zwei krassen Fehlern beim MSV kam der Doppelschlag und die 2:0-Führung des Gastgebers. Durch einen berechtigten Elfmeter, den J. Czesky sicher verwandelte, gelang es Zossen auf 2:1 zu verkürzen, aber anstatt die Motivation dieses Anschlusstreffers mitzunehmen folgten weitere erhebliche Fehler, die den Gegner auf 4:1 davon rennen ließen.

Nach der Halbzeitansprache zeigte Zossen zwar Gesicht, ein erneuter schwerer Abwehrfehler ließ aber Waßmannsdorf um ein weiteres Tor mehr enteilen. Zossen konnte im weiteren Verlauf noch auf 5:3 verkürzen durch Tore von A. Hoth und V. Sander, das Team schwächte sich jedoch noch durch eine Rote Karte für M. Gangur, die man allerdings nicht unbedingt vertreten konnte. Zossen blieb in den letzten Minuten weiter am Drücker, es war uns aber nicht mehr vergönnt, noch ein Tor zu schießen. Waßmannsdorf hat über die gesamte Spielzeit hinweg extremen Kampfgeist gezeigt und sich somit die 3 Punkte wahrlich erkämpft.

Trainer Sven Schröder sagte nach dem Spiel: „Es war ein verdienter Sieg für Waßmannsdorf und ich bin von einigen meiner Spieler sehr doll enttäuscht!“

Spielübersicht:

AUFSTELLUNG:

D. Heners, F. Freiberg, Daniel Ausner, S. Kühn, St. Knape, A. Kowalski, J. Czesky, T. Franke, F. Wernicke, V. Sander, A. Hoth

 

AUSWECHSLUNGEN:

36. St. Kühn für D. Heners

46. M. Gangur für F. Wernicke

46. Dave Ausner für T. Franke

 

VERWARNUNGEN:

Gelbe Karten:

A. Kowalski (33.)

D. Ausner (90+6.)

S. Kühn (90+7.)

Rote Karte:

M. Gangur (69.)


TORSCHÜTZEN:

J. Czesky (20. EM)

A. Hoth (60.)

V. Sander (68.)

 

Vorbereitungsplan auf die Rückrunde 2014/15

 

Datum Uhrzeit Ort Grund
       
Sa, 31.01.2015 10.00 Uhr Sportlerheim Besprechung
Sa, 31.01.2015 12.00Uhr Kunstrasenplatz Spiel gg. Sperenberg
       
Mi, 04.02.2015 19.00 Uhr Kunstrasenplatz Training
Do, 05.02.2015 19.00 Uhr Kunstrasenplatz Training
So, 08.02.2015 12.00Uhr Kunstrasenplatz Spiel gg. Trebbin
       
Di, 10.02.2015 19.00 Uhr Kunstrasenplatz Training
Fr, 13.02.2015 19.30 Uhr Kunstrasenplatz Spiel gg. Teupitz
So, 15.02.2015 12.00Uhr Kunstrasenplatz Gegner noch offen
       
Di, 17.02.2015 19.00 Uhr Kunstrasenplatz Training
Fr, 20.02.2015 19.00 Uhr Kunstrasenplatz Training
Fr, 20.02.2015 21.00 Uhr Sportlerheim Besprechung
So, 22.02.2015 13,00 Uhr Sportplatz Baruth Punktspiel

 

 

Saison 2013/14

MSV I – Miersdorf/Zeuthen II  3:1

Mit einem Erfolg gegen das zweite Tabellenkind der Kreisliga hat sich die erste Männermannschaft weiter Luft zu den Abstiegsrängen verschafft und Anschluss ans Tabellenmittelfeld gefunden. Angesichts der kommenden Aufgaben war dies auch immens wichtig, denn jetzt warten die wirklich harten Brocken auf die Mannschaft von Christoph Jachan.

Die Art und Weise, wie dieser Erfolg gegen Miersdorf/Zeuthen zustande kam, lässt jedenfalls Hoffnung aufkommen. Für den Coach war es das bis dato beste Saisonspiel seiner Mannen und man hatte den Gegner nahezu über die gesamte Spieldauer im Griff. Vor allem in Halbzeit Eins liess man Ball und Gegner laufen und die MSV-Akteure präsentierten eine reife spielerische Darbietung. Der einzige Vorwurf den sie sich gefallen lassen müssen ist der, dass man im gegnerischen Strafraum dann doch nicht konsequent genug war. Mehrere Möglichkeiten wurden nicht erfolgversprechend zu Ende gebracht. Somit stand es zur Pause "nur" 1:0. Martin Bohne konnte einen schönen Spielzug über die Außenbahn erfolgreich abschließen.

Nach Wiederanpfiff verloren die Gastgeber dann zunächst etwas den Faden und Miersdorf/Zeuthen kam etwas besser ins Spiel, ohne aber wirklich gefährlich zu werden. Ein berechtigter Foulstrafstoß beendete diese schwache MSV-Phase dann wieder – Sven Schröder traf, wie gewohnt, sicher zum 2:0. Allerdings verpassten es die Hausherren in der Folgezeit, den Sack endgültig zuzumachen. So sah manch einer schon Unheil nahen, als die Gäste wie aus dem Nichts zum Anschlußtreffer kamen, bei dem Keeper David Heners nicht sehr glücklich aussah. Doch die Zossener Spieler behielten kühlen Kopf und konnten in der Nachspielzeit durch Jimmy Nix sogar noch den dritten Treffer erzielen. Nach Spielschluß ließ sich sogar der sonst eher kritische Coach zu einem Lob an die Mannschaft hinreißen. Nun ist es deren Aufgabe, dieses in den kommenden Wochen zu bestätigen.

Aufstellung: Heners, Freiberg, Schröder, Rabe (Schemmel), Lupp, Hoth (Conrad), Czesky, Hatz, Ausner, Nix, Bohne (Wilde)
Tore: Bohne, Schröder, Nix

Mellensee I – MSV I  0:3

Ganz wichtige Punkte konnte die erste Männermannschaft im Abstiegskampf mit nach Zossen nehmen…wobei man ehrlich sein muss: die Gastgeber präentierten sich in einer erschreckenden Verfassung und werden mit dieser Leistung in der Kreisliga sang- und klanglos untergehen. Trotz des Sieges zeigte sich aber auch Zossens Coach Christoph Jachan nicht sonderlich zufrieden. Deutlich war zu erkennen, dass zwei stark verunsicherte Teams aufeinandertrafen, wobei der MSV nur in Ansätzen besser war. Gegen stärkere Mannschaften hätte man mit dieser Leistung jedenfalls nicht gewonnen, war Jachan überzeugt.

Hauptkritikpunkt für den Trainer war, dass die Mannschaft trotz einer frühen Führung keine Sicherheit gewinnen konnte. In der Anfangsphase zeigte sich der MSV in Gestalt von Jimmy Nix nämlich eiskalt vor dem gegnerischen Tor. Mit einem Doppelschlag in der 12. und 14. Minute schoß er die 2:0-Führung für seine Mannschaft heraus. Als Sven Schröder in der 25. Minute sogar auf 3:0 erhöhen konnte, war die Vorentscheidung bereits gefallen. Doch wirklich souverän wirkten die Gäste nicht. Mit dem Gefühl der sicheren Führung im Rücken, hielt prompt der Schlendrian Einzug in den Reihen des MSV. Viele kleine Fehler prägten in der Folgezeit das Zossener Spiel, vor allem unnötige Dribblings und haarsträubende Stellungsfehler stachen hervor. Glücklicherweise konnte der RSV daraus keinen Nutzen ziehen.

Die zweite Halbzeit verlief aus Zossener Sicht dann noch schwächer. Mellensee trat nun etwas gefestigter auf, ohne aber selbst irgendwie für Gefahr zu sorgen. Das Ergebnis war ein langweiliges und belangloses Kreisligaspiel, ohne echte Höhepunkte. Nur James Czesky setzte mit einem Pfostentreffer noch ein Ausrufezeichen. Unterm Strich dennoch ein verdienter Zossener Sieg, der aber nicht überbewertet werden darf. Im nächsten Punktspiel gegen miersdorf/Zeuthen, die fünf Niederlagen in Folge angesammelt haben, muss unbedingt nachgelegt werden. Nicht nur angesichts der Tabellenkonstellation, sondern auch weil man zu Hause immer noch ohne Punktgewinn ist.

Aufstellung: Heners, Siwek (Wickert), Conrad, Schemmel (Lupp), Rabe, Wilde, Hatz, Czesky, Hoth, Schröder (Böcker), Nix
Tore: Nix (2), Schröder

Mittenwalde I – MSV I 1:4

Die erste Männermannschaft ist derzeit auswärts erfolgreicher als auf eigenem Geläuf. Während in der Heimat weiterhin die Punkte an die Gäste verschenkt werden, gelang am Sonntag in Mittenwalde der zweite Auswärtssieg nacheinander.

Im Großen und Ganzen war dieser auch hochverdient, wobei aber nicht verschwiegen werden darf, dass sich die Mannschaft beinahe selbst um den Lohn ihrer Mühen gebracht hätte. Von Beginn an setzte die MSV-Elf die Vorgaben ihres Trainers konsequent um. Coach Jachan setzte auf eine tief stehende Defensive, die dann blitzschnell auf Konter umschalten sollte. So behielt man den Gegner in der Anfangsphase in Schach und kam selbst zu einigen Standardsituationen. Eine davon konnte Martin Bohne zur 0:1-Führung ausnutzen, wobei auch der gegnerische Keeper nicht sonderlich gut aussah. Nach dieser Führung musste Christoph Jachan aber verärgert registrieren, dass seine Mannschaft die Linie verlor und den letzten Willen vermissen ließ. Der BSV bekam zunächst einen sehr zweifelhaften Handelfmeter zugesprochen, den David Heners aber parieren konnte. Doch dieser Weckruf verhallte in den MSV-Reihen ungehört. Wenig später verloren die Gäste nach einem leichtfertigen Dribbling im Mittelfeld den Ball und Mittenwalde konnte die dadurch entstandene Unordnung in der MSV-Defensive zum Ausgleich nutzen.

Nach der Pause neutralisierten sich zunächst beide Teams, doch mit zunehmender Zeit wurde der MSV immer dominanter. Man kam zu mehreren guten Möglichkeiten, während die Hausherren offensiv kaum noch in Erscheinung traten. Nach einem schönen Angriff über die rechte Seite brachte Jams Czesky Zossen wieder in Führung und Jimmy Nix gelang es, die Führung auf 1:3 auszubauen. Zossen blieb aber auch weiterhin hungrig und nachdem der eingewechselte Andy Böcker dem Ball über den halben Platz nachgesetzt war, konnte Nix den 1:4-Endstand herstellen.
Unterm Strich bleibt damit eine absolut verdient gewonnene Partie für die erste Männermannschaft.

Aufstellung: Heners, Siwek, Ausner (Wickert), Schröder, Rabe, Wilde, Ruden, Czesky (Conrad), Bohne, Röll (Böcker), Nix
Tore: Bohne, Czesky, Nix (2)

MSV I – Schulzendorf I  0:2

Das MSV-Team war gewillt, nach dem ersten Sieg in der Vorwoche gegen Sperenberg nachzulegen, um wieder den Anschluß an das untere Tabellenmittelfeld zu knüpfen. Dementsprechend ging die Mannschaft von Trainer Jachan auch auf das Feld und man erspielte sich in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten. Doch entweder scheiterte man am großartig agierenden gegnerischen Keeper oder am eigenen Unvermögen. Schulzendorf hingegen enttäuschte bis dato spielerisch und war kaum einmal gefährlich. Mit einem, aus Zossener Sicht, enttäuschendem 0:0-Unentschieden ging es in die Pause.

Im zweiten Durchgang waren die Gäste dann scheinbar in der Partie angelangt und das Geschehen auf dem Platz gestaltete sich ausgeglichen. Doch wenn man (tabellarisch gesehen) unten drin steht, bekommt man scheinbar vom teuflischen Hinkefuß noch extra einen übergebraten. Während der MSV selbst das leere Tor nicht treffen konnte, gelang den Schulzendorfern auf der Gegenseite durch einen abgefälschten Schuss das 0:1. Wenig später bekam die SGS zudem noch einen berechtigten Foulstrafstoß zugesprochen, den MSV-Keeper David Heners aber abwehren konnte. Angefeuert durch diese Rettungstat warfen die Hausherren in der Schlußphase noch einmal alles nach vorne, ohne aber eine Wendung erzwingen zu können. Im Gegenteil: in der Schlußminute baute Schulzendorf nach einem Konter die Führung sogar auf 0:2 aus. Letztlich hat die Mansnchaft durch die fahrlässige Chancenverwertung wenigstens eine Punkteteilung aus der Hand gegeben.

Aufstellung: Heners, Schröder, Ausner, Rabe, Siwek, Conrad, Wilde, Ruden (Hatz), Czesky, Röll, Nix

Wernsdorf I – MSV I  5:1

Nach drei Niederlagen in Folge hatte sich die MSV-Elf viel vorgenommen. Ihr Bemühen, endlich den ersten Saisonsieg einzufahren, war vor allem in der Anfangsphase der Partie zu spüren. Der Gegner wurde früh attackiert und man kam zu einigen Möglichkeiten. Diese blieben jedoch ungenutzt. Ganz anders hingegen auf Seiten der Gastgeber. Diese konnten ihre erste Chance prompt zum 1:0 nutzen (15. Minute). Zossen zeigte sich davon nur kurz geschockt und man hatte durchaus noch die Möglichkeiten, frühzeitig den Ausgleich zu erzielen. Es kam auch noch Pech hinzu, als nach einem Foul an Martin Bohne der Schiedsrichter den "Tatort" außerhalb Strafraum sah, statt innerhalb. Es kam, wie es kommen musste: kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Wernsdorf durch einen Sonntagsschuss auf 2:0.

Als kurz nach dem Wiederanpfiff das 3:0 für die Gastgeber fiel, war die Partie gelaufen. Anders als in der Vorwoche gegen Rangsdorf konnte sich die MSV-Elf nicht mehr aufraffen und man war dem Gegner nun in allen Belangen unterlegen. Frankonia konnte demzufolge noch zwei weitere Tore erzielen, den Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 4:1 erzielte Benjamin Russlies.

MSV I – Rangsdorf I  3:4

Dass der Unterschied zwischen der 1. Kreisklasse und der Kreisliga doch ziemlich gewaltig ist, bekam die erste Männermannschaft auch gegen Rangsdorf zu spüren. Nach den Niederlagen gegen Ragow und Waltersdorf begann die MSV-Elf gegen den SVR überaus nervös und produzierte von Beginn an viele kleine Fehler, die von den Gästen eiskalt ausgenutzt wurden. Bereits nach zwei Minuten gerieten die Hausherren durch einen Treffer aus abseitsverdächtiger Position mit 0:1 in Rückstand. Der MSV blieb im gesamten ersten Durchgang den Nachweis der Kreisligatauglichkeit schuldig. Ballannahmen, Pässe – viele einfache Sachen mißlangen. Folgerichtig bauten die Gäste ihre Führung auf 0:3 aus. Einzig Oliver Röll, der von Beginn an vorbildlich fightete, sorgte kurz vor dem Pausenpfiff für einen Lichtblick, als er einen Torwartfehler zum 1:3 nutzen konnte.

Für den zweiten Durchgang hatte sich die Mannschaft von Christoph Jachan viel vorgenommen, wurde aber nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff erneut kalt erwischt – 1:4. Erst jetzt, in beinahe aussichtsloser Situation, wachte der MSV auf. Man fand nun endlich Zugriff auf die Partie und drängte den Gegner, der sich scheinbar schon als sicherer Sieger fühlte, mehr und mehr in dessen Hälfte. Nachdem Hendrik Rabe das 2:4 erzielen konnte, rannte Zossen unermüdlich an. Jedoch sprang trotz aller Bemühungen aber nur noch das 3:4 durch Patrick Hatz (Foulstrafstoß, 87. Minute) heraus.

Aufstellung: Schulze, Conrad (62. Siwek), Czesky, Hatz, Senff, Bohne, Röll, Wilde, Freiberg (46. Badenhoop), Rabe, Ausner
Tore: Röll, Rabe, Hatz

Saison 2012/13

Glienick – MSV I  0:7

Die Rückkehr in die Kreisliga nimmt allmählich Konturen an. Auch wenn noch einige Spiele zu absolvieren sind und die unmittelbaren Verfolger Halbe/Märkisch-Buchholz und Heidesee bisher weniger Spiele ausgetragen haben, macht der derzeitige Blick auf die Tabelle einfach nur Spass. Hinzu kommt ein Torberhältnis von 14:0 Toren aus den letzten drei Partien, was zusätzlich für optimistische Stimmung sorgt.

Konnten nach den Siegen gegen Blankenfelde III und Siethen II noch einige Dinge bemängelt werden, gibt es über diese Partie eigentlich kaum etwas zu bemängeln. Anders als noch in der Vorwoche wurde an diesem Tag der Gegner nahezu über die gesamte Spielzeit konsequent unter Druck gesetzt und dadurch zu Fehlpässen und anderen Ballverlusten verleitet. Schon in der Anfangsphase wurde ersichtlich, dass die Gastgeber einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten und in allen Belangen überfordert schienen. Augustin Hoth eröffnete den Torreigen in der 13. Spielminute, nur wenig später erhöhte Sven Schröder per Foulstrafstoß auf 0:2, kurz darafu konnte Sebastian Wilde einen Stellungsfehler des Glienicker Keepers zum 0:3 ausnutzen. Nach knapp einer Viertelstunde war damit schon die Vorentscheidung gefallen. Der MSV ließ es daher nun etwas ruhiger angehen, Keeper David Heners konnte sich bei einem Flachschuß auch einmal auszeichnen, ansonsten aber gaben die Gäste ihre Dominanz auch weiterhin nicht ab.

In der zweiten Halbzeit konnte die Zossener Elf auch gleich wieder den Faden aufnehmen. Oliver Röll erhöhte auf 4:0, Wilde schlug zum zweiten mal zu und auch "Capitano" Martin Bohne konnte sich noch mit zwei Treffern auszeichnen. Zwischendurch war natürlich auch ein leichter Konzentrationsabfall beim MSV zu verzeichnen, angesichts des beruhigenden Vorsprungs auch verständlich. Heners bewies bei einer bärenstarken Parade bei einem Sonntagsschuß auch noch einmal sein Können und dann war in einem fairen und ruhigen Derby auch schon Schluß.

Aufstellung: Heners, Rabe, Schröder, Ausner, Wetzel (Freiberg), Wilde, Griebnitz (Kasubke), Ruden, Hoth (Russlies), Bohne, Röll
Tore: Hoth, Schröder, Wilde (2), Röll, Bohne (2)

MSV I – Siethen II  4:0

Diese Partie ist mal wieder ein typisches Beispiel aus der Welt des Fußballs, in der das Endresultat mehr Schein als Sein ist. Denn dieses klare Ergebnis war bis zur 84. Minute nicht abzusehen.

Dabei ging der MSV bereits nach rund 60 Sekunden mit 1:0 in Führung. Die Gäste waren augenscheinlich noch gedanklich auf dem Weg von der Kabine zum Platz, als Oliver Röll seinem Bewacher enteilen und nach schönem Zuspiel von Sebastian Wilde eiskalt vollstrecken konnte. Doch paradoxerweise war genau diese Führung das Schlechteste, was der Partie passieren konnte. Der MSV zog sich phasenweise sehr weit zurück und verwaltete die knappe Führung, ohne dabei wirklich auf 100% gehen zu müssen. Siethen, augenscheinlich stark ersatzgeschwächt angereist, benötigte einige Zeit, um sich von dem Schock zu erholen. Die Folge war ein langweiliger Schlagabtausch, ohne besondere Höhepunkte. Nach rund 25 Minuten wurde die Zossener Inaktivität aber beinahe bestraft. Nach einem Freistoß stand
ein Gäste-Spieler auf einmal mutterseelenallein vor dem Gehäuse von David Heners, doch glücklicherweise schaffte er es, den Ball aus rund anderthalb Metern noch über die Latte zu pfeffern. Einige Minuten später zeigte Heners bei einem Weitschuß eine gute Parade und sicherte somit die knappe Führung. Erst vor dem Seitenwechsel wurden die Hausherren wieder etwas aktiver in ihrem Offensivspiel, ohne dabei aber zu einem Erfolg zu gelangen.

Auch im zweiten Spielabschnitt plätscherte das Geschehen so dahin. Der MSV kontrollierte nun zwar das Geschehen und ließ keine wirklich hochkarätige Chance für den Gegner mehr zu, aber in der eigenen Vorwärtsbewegung blieb man sehr oft im Siethener Abwehrverbund hängen. Somit wurde es also eine Geduldsprobe, denn einen Treffer kann man sich bekanntlich schnell fangen. In der 76. Minute war es auch beinahe soweit, als ein Zossener über einen langen Ball senste und den Gästen somit einen Angriff ermöglichte, doch erneut war Heners auf dem Posten. Dies sollte allerdings das letzte Aufbegehren des SVS bleiben, dem nun zunehmend die Kräfte schwanden. Dies konnten die Gastgeber in der Schlußphase dann gewinnbringend ausnutzen. In der 84. Minute erzielte der eingewechselte Patrick Wetzel das erlösende 2:0, nur zwei Minuten später erhöhte Martin Bohne auf 3:0 und in der Nachspielzeit war erneut Wetzel erfolgreich – 4:0

Unterm Strich also ein verdienter Sieg, der am Ende aber eindeutig zu hoch ausfiel. Ein „dreckiger“ 1:0-Arbeitssieg wäre dem Spielverlauf entsprechender gewesen. Aber aufgrund der Ergebnisse der Verfolger konnte der erste Platz damit weiter gefestigt werden.

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Ausner, Freiberg, Wilde, Ruden (Conrad), Pfarr, Rabe, Röll (Wetzel), Bohne
Tore: Röll, Wetzel (2), Bohne

Blankenfelde III – MSV I  0:3

Der MSV bleibt in der Rückrunde unbesiegt und damit auch weiterhin Tabellenführer.  So kann es gerne weitergehen. Allerdings sollte das am Ende recht klare Ergebnis nicht darüber hinwegtäuschen, dass man in der ersten Halbzeit arge Probleme hatte und nur mit viel Glück und dank eines gut aufgelegten David Heners im Kasten keine Gegentore fressen musste.

Die Hausherren agierten sehr laufintensiv und mit starkem Pressing, teilweise wurde der Ballführende mit zwei Mann attackiert. Damit kam der MSV zunächst überhaupt nicht klar. Die Folge waren viele Ballverluste in der Vorwärtsbewegung. Nur bei wenigen Ausnahmen konnte die stets weit aufgerückte Blankenfelder Abwehr mit schnell vorgetragenen Bällen überrumpelt werden. So zum Beispiel in der 13. Minute, als Oliver Röll eine Hereingabe von Sebastian Wilde nur ganz knapp verpasste. Auf dieses Mittel griff die MSV-Elf aber nur sehr selten zurück. Der BSC hingegen hatte einige gute Einschußmöglichkeiten, beim letzten Quäntchen versagten den Hausherren dann aber glücklicherweise die Nerven.

Das die Halbzeitpause manchmal Wunder bewirken kann, bewiesen die Gäste im zweiten Durchgang. Man legte gleich los wie die Feuerwehr, hatte direkt nach dem Wiederanpfiff zwei gute Möglichkeiten, die dritte wurde dann in der 51. Minute durch Wilde endlich genutzt. Sein erster Treffer in seiner ersten Partie für die Männer. Zossen blieb am Drücker und konnte durch Eric Pfarr auf 2:0 erhöhen – ein schöner Schlenzer ins lange Eck aus ca. 18 Metern. Damit war den Blankenfeldern im Prinzip der Zahn gezogen. Es gab im Zossener Strafraum eigentlich nur noch eine brenzlige Szene, in der Heners erneut auf dem Posten war, ansonsten stand die MSV-Defensive nun sehr sicher und gab kaum noch einen Zweikampf verloren. In der Schlußphase sorgte Martin Bohne dann mit seinem Treffer zum 0:3 für die endgültige Entscheidung.

Letztendlich ein sehr wichtiger Erfolg im Aufstiegsrennen, auch wenn er am Ende dann doch etwas zu deutlich ausgefallen ist.

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Ausner, Kasubke (Freiberg), Wilde, Chesky (Pfarr), Rabe, Conrad, Röll, Bohne
Tore: Wilde, Pfarr, Bohne

MSV I – Senzig I  1:1

Auf schneebedecktem Boden konnten die Zossener den 6:1-Kantersieg aus der Vorwoche nicht vollständig gewinnbringend ausnutzen. Durch die Punkteteilung gegen den Tabellenvierten wurde die Chance vertan, sich etwas deutlicher von den Nicht-Aufstiegsplätzen abzusetzen.

Dabei hätte die Partie bereits in der Anfangsphase vorentschieden werden können. Die Gäste kamen gefühlte 15 Minuten kaum aus der eigenen Hälfte, so druckvoll agierte der MSV in dieser Phase. Selbst die Platzbedingungen schienen das nicht verhindern zu können. Trotzdem konnte nur ein Angriff erfolgreich beendet werden, Erik Pfarr erzielte in der neunten Minute die 1:0-Führung. Dass dies zu wenig war, sollte sich in der Folgezeit noch bitter rächen. Denn das hohe Anfangstempo konnten die Hausherren nicht durchhalten und Senzig befreite sich etwas vom Zossener Dauerdruck. Nachdem sich etwas Leerlauf in die Partie eingeschlichen hatte, kamen die Südsterne in der 38. Minute mit ihrem zweiten Torschuss zum 1:1-Ausgleich. Die restliche Spielzeit bis zur Pause waren die Gäste sogar das bessere Team.

Beinahe die gesamte zweite Halbzeit war dann ein wütendes Anrennen der Gastgeber auf das gegnerische Tor zu beobachten, doch die Senziger verteidigten ihren Strafraum mit hohem Aufwand und durften bei ihren gelegentlichen Kontern nie außer acht gelassen werden.
Auf MSV-Seite sprangen trotz des großen Aufwands eigentlich nur zwei wirklich nennenswerte Chancen heraus. Meist fehlte in vielen Situationen der entscheidende Pass oder der letzte Schritt zum Ball bzw. vom Gegner weg. Zudem wurden über die Außenbahnen zu selten gefährliche Angriffe eingeleitet.

Im Ganzen gesehen war es daher eine gerechte Punkteteilung, wobei man aus Sicht des MSV erst nach der Saison sagen kann, ob diese unnötig oder Goldwert war.

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Ausner, Wetzel (Freiberg), Rabe (Röll), Pfarr, Chesky (Ruden), Conrad, Hoth, Bohne
Tor: Pfarr

Deutsch Wusterhausen I – MSV I  1:6

Mit diesem klaren Auswärtssieg konnte die erste Männermannschaft die Tabellenführung verteidigen und liegt damit weiter auf Aufstiegs-Kurs. Doch nach der recht langen Winterpause von über zwei Monate waren Probleme im Spielaufbau zunächst noch deutlich anzumerken.

Vor allem die erste Viertelstunde verlief mehr als zäh. Das hier der Erste auf den Vorletzten traf, war nicht zu sehen. Erst ein Sonntagsschuß von Sven Schröder aus geschätzten 22 Metern, sorgte nicht nur für die 1:0-Führung sondern auch für etwas ruhigere Nerven beim MSV. Nur wenig später nutzte erneut Schröder einen Foulstrafstoß, um sicher auf 2:0 zu erhöhen. Die Gäste hatten das Geschehen nun komplett im Griff, zwar ohne zu glänzen, aber überaus routiniert. Nach einem derben Abwehrschnitzer entkam kurz vor dem Seitenwechsel Martin Bohne seinem Bewacher und erhöhte sogar noch auf 3:0.

Nach dem Wiederanpfiff folgte dann aber die schwächste Phase der Zossener. Die Hausherren konnten durch einen fulminanten Freistoß auf 3:1 verkürzen und der MSV verlor nun zeitweilig seine Souveränität. Die Hausherren hatten sogar zwei weitere gute Möglichkeiten für einen Torerfolg. Doch mit zunehmender Spieldauer konnten sich die Zossener wieder fangen und spätestens mit dem 4:1 durch Oliver Röll waren alle Messen gesungen. Mit halber Kraft konnte der MSV seinen Stiefel nun runterspielen und das Ergebnis sogar noch deutlicher gestalten (erneut durch Röll und einem Eigentor).
Dieser Sieg war übrigens auch ein schönes Geburtstagsgeschenk für Trainer René Krüger, der an diesem Tag seinen 40.zigsten feierte. Auch an dieser Stelle noch einmal Herzlichen Glückwunsch!!

Aufstellung: Heners, Freiberg (Wickert), Schröder, Ausner, P. Wetzel, Rabe (Russlies), Czesky, Pfarr, Hoth (Conrad), Röll, Bohne
Tore: Schröder (2), Röll (2), Bohne, ET

Mellensee II – MSV I  1:6

Der Sieg gegen Dahlewitz wurde durch diesen klaren Erfolg gegen den Tabellenletzten nicht nur vergoldet und das Torverhältnis aufpoliert, sondern auch die Tabellenführung ausgebaut werden. Denn die unmittelbaren Verolger spielten beinahe alle für den MSV.

Dabei war der Respekt vor den Mellenseern zunächst beachtlich. Zwar sind die Grün-Weißen abgeschlagen Tabellenletzter, aber es war nicht nur ein Derby – immerhin hatte die "kleine" zweite Mannschaft die Gelegenheit sich gegen die Erste des Nachbarvereins zu messen, der vor einigen Jahren noch einen scheinbar uneinholbaren Vorsprung hatte. Doch wie sich die Zeiten (leider) geändert haben, muss man hier natürlich nicht mehr vor Augen führen.

Jedenfalls schien der Respekt angebracht gewesen zu sein. Rund 20 Minuten hielt der RSV II gut dagegen, ließ den Gästen nur wenig Raum zur Entfaltung und startete immer wieder eigene Konterangriffe. Doch mit dem ersten Treffer duch Martin Bohne wurde der Bann gebrochen. Dennis Conrad und Benjamin Russlies legten noch vor der Pause zum 3:0 nach. Die Gastgeber begingen bereits nach dem ersten Gegentreffer den Fehler, ihre taktische Grundordnung aufzugeben und ermöglichten Zossen damit mehrere gute Möglichkeiten.

Im zweiten Durchgang verlief das Geschehen dann ziemlich einseitig. Mellensee gab sich zwar keineswegs kampflos geschlagen, doch bis auf das zwischenzeitliche 1:4, als die Zossener Abwehr durch die Gewissheit des sicheren Sieges etwas schläfrig wirkte, kam man kaum noch in die Nähe des MSV-Tores. Auf der Gegenseite trafen David Lupp zum 4:0 bzw. 5:1 und Patrick Wetzel zum 6:1-Endstand. Bei besserer Chancenverwertung hätte es an diesem Tag gut und gerne auch zweistellig ausgehen können.

Aufstellung: S. Wetzel, Russlies (Kasubke), Schröder, Senff, P. Wetzel, Wickert, Krause, Conrad, Ausner, Bohne (Pfarr), Lupp
Tore: Bohne, Conrad, Russlies, Lupp (2), Wetzel

MSV I – Dahlewitz I  3:2

Die erste Männermannschaft hat den Schock von zwei sieglosen Wochenenden überwunden und sich im Sechs-Punkte-Spiel gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Dahlewitz die Tabellenführung wieder zurück erobert.

Dabei hat sie erneut bewiesen, wie intakt derzeit die Moral innerhalb der Mannschaft ist. Denn bereits nach fünf Minuten gingen die Gäste durch einen direkt verwandelten Freistoß mit 0:1 in Führung. Doch wer auf Zossener Seite jetzt ein mühsames Anrennen und langsames Verzweifeln befürchtete, wurde eines besseren belehrt. Der MSV benötigte nur wenig Zeit, um sich von diesem Schock zu erholen und startete einen rund 25-minütigen Sturmlauf auf den gegnerischen Strafraum. Die Gäste wussten sich oftmals nur per Foul Luft zu verschaffen und kamen kaum noch zu zählbaren Entlastungsangriffen. Der einzige negative Aspekt war (mal wieder) der, dass die Hausherren erneut zu viele Chancen benötigten, um einen Treffer zu erzielen. Von daher bedeuteten die Treffer von Martin Bohne zum Ausgleich und von Sven Schröder zum 2:1 (Freistoßtreffer mit vorheriger Ankündigung) zwar die Wende des Geschehens, waren dann aber doch noch einen Tick zu wenig. Erst zum Ende der ersten Halbzeit hin flauten die Zossener Angriffsbemühungen ab und Dahlewitz konnte wieder etwas befreiter aufspielen. In einer Situation kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Platzherren dann wieder Glück, als ein Dahlewitzer völlig frei zum Kopfball kam, diesen aber nicht richtig auf das Gehäuse von Keeper Steffen Wetzel bringen konnte.

In der zweiten Halbzeit war Zossen zunächst erneut das aktivere Team. Doch mit zunehmender Spieldauer, nachdem weitere gute Möglichkeiten vergeben wurden, nahmen die Dahlewitzer noch einmal Fahrt auf. Der MSV war nun zunehmend in der Defensive gebunden. Glücklicherweise konnte in der 62. Minute dann ein schneller Konter zielgenau zum 3:1 genutzt werden. Torschütze war diesmal Patrick Ruden, der nach zwei bisherigen Eigentoren endlich mal in die richtige Richtung netzte und sich damit für seine Klasse-Partie selbst belohnte. Doch die Vorentscheidung war dies noch lange nicht, denn die Blau-Weißen agierten nun mit noch mehr Wut im Bauch. Zossen kam kaum noch zu Entlastungsangriffen und befand sich vornehmlich nur noch in der eigenen Hälfte. Doch zu wirklich klaren Möglichkeiten kamen die Gäste nicht, denn stets war entweder ein Zossener Bein im Weg oder die Schüsse verfehlten deutlich das Ziel. So kam Dahlewitz in der 74. Minute „nur“ noch zu dem höchst umstrittenen 3:2-Anschlußtreffer, bei dem nicht jeder Zuschauer den Ball hinter der Linie gesehen hatte. Dadurch blieb es aber bis zum Schlußpfiff nervenaufreibend spannend.

Im Endeffekt also ein verdienter Sieg gegen einen nie aufsteckenden Gegner, der noch bis zum letzten Spieltag ein gewichtiges Wörtchen in Sachen Aufstieg mitreden wird. Bis auf eine Phase in der ersten Halbzeit, in der es für ca. 15 Minuten auf beiden Seiten ziemlich ruppig zuging, war es auch ein angenehm faires Spitzenspiel. Für Zossen gilt es nun, keineswegs nachzulassen und diesen Erfolg in den letzten Partien vor der Winterpause zu vergolden. Dafür darf man sich aber keine Nachlässigkeiten erlauben!

Aufstellung: S. Wetzel, Russlies, Schröder, A. Senff, P. Wetzel, Conrad (Hoth), Ruden, Pfarr, Rabe (Wickert), Bohne (Ausner), Röll
Tore: Bohne, Schröder, Ruden

MSV I – Heidesee I  3:3

In dieser Partie gab es für alle Beteiligte das sogenannte Wellental der Gefühle, wenn man das mal so pathetisch umschreiben darf. Am Ende sprang ein leistungsgrechtes Unentschieden heraus, welches für den MSV aber doch ziemlich ärgerlich sein dürfte, dazu aber weiter unten mehr.

In der ersten Viertelstunde präsentierte sich der MSV sehr gut aufgelegt und ließ Ball und Gegner laufen. Doch Heidesee fand zunehmend in die Partie und nahm dann auch am Geschenen teil. Initialzündung für die Gäste war ein Treffer, den der Schiedsrichter – etwas glücklich für Zossen - wegen Abseits aberkannte. Mit Wut im Bauch setzten die Gäste die Hausherren nun unter Druck und ließen vor allem im Mittelfeld kaum Räume zu. Zwar viel dann das 0:1 erneut nach einem haarsträubenden Abwehrfehler der Zossener, dennoch war dieser Treffer hochverdient. Zumal MSV-Keeper Steffen Wetzel noch zwei weitere Chancen mit guten Paraden meistern konnte. Bis zum Seitenwechsel fanden die Gastgeber keine Mittel und Wege den Schock zu überwinden.

Doch die Halbzeitpause schien ein gutes Mittel für eine Neuorientierung gewesen zu sein. Nun hatte Zossen das Zepter in der Hand und nach einem Eckball glich Andreas Senff per Kopf zum 1:1 aus. Die Platzherren zogen daraufhin noch einmal das Rad an und drängten die Heideseer vornehmlich in deren eigene Hälfte. Doch weitere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, nur Augustin Hoth konnte eine sinnvoll nutzen – 2:1. Doch diese verrückte Begegnung war noch lange nicht zu Ende. Plötzlich bekamen die Gäste wieder Oberwasser und drehten den Spielstand innerhalb weniger Minuten. Erneut konnten sie wieder von einem schweren Abwehrfehler der Heimakteure profitieren und dann unterlief Mannschaftskapitän Patrick Ruden ein Eigentor zum 2:3. Alles deutete daraufhin, dass dies der Genickbruch für den MSV gewesen sein könnte, doch mit einer Energieleistung wurde zumindest ein Punkt gerettet. In der 87. Minute wurde der Einsatz belohnt und der aufgerückte Sven Schröder netzte zum 3:3-Ausgleich ein.

Nun kommt es an diesem Sonntag zum absoluten Spitzenspiel zwischen Zossen (Zweiter) und Dahlewitz (Erster), die ihre Partie am letzten Wochenende verloren. Beide Teams sind punktgleich (25 Zähler). Als Dritter lauern die ebenfalls punktgleichen Senziger auf Fehler. Und auch Halbe und Wildau stehen nur mit geringem Abstand dahinter. Es geht also spannend zu in der 1. Kreisklasse…

Aufstellung: S. Wetzel, Russlies, Schröder, A. Senff (Conrad), Kasubke, Griebnitz, Ruden, Ausner, P. Wetzel (Krause), Hoth (Röll), Pfarr
Tore: Senff, Hoth, Schröder

Halbe/Märkisch Buchholz I – MSV I  2:1

Nun ist es also doch passiert: am 11. Spieltag musste die erste Männermannschaft ihre erste Niederlage im Ligaalltag hinnehmen. An sich sollte das kein Beinbruch sein, gegen eine in ihren Leistungen unberechenbare Halber Mannschaft sind schon ganz andere Teams gestolpert. Jetzt gilt es halt in den kommenden Wochen sein wahres Gesicht zu zeigen.

Dennoch sollte der Finger auf die offene Wunde gelegt werden: die Gäste haben sich zumindest einen Punktgewinn selbst versaut, ohne dem Gegner damit dessen engagierte Leistung mindern zu wollen. Dass dem MSV nach rund zehn Minuten ein klarer Foulelfmeter verweigert wurde (die Spur der gegnerischen Stollen waren bei Martin Bohne vom Knie bis hoch zum Oberschenkel zu sehen), ist halt Pech und damit das Eine. Das Andere ist aber, dass das 1:0 für die Spielgemeinschaft aus einem katastrophalen und nicht zu erklärenden Fehlpass aus der Abwehr heraus resultierte, bei dem Trainer René Krüger die Haare zu Berge standen. Bis dahin war man das bessere Team, doch nach diesem Rückstand verloren die Zossener deutlich ihren Faden. Man ließ sich vor allem im Spielaufbau durch die aggressive und laufintensive Spielweise der Hausherren deutlich die Butter vom Brot nehmen. Erst zum Ende der ersten Halbzeit hin konnte sich der MSV davon wieder etwas befreien.

In der zweiten Halbzeit offenbarte sich das zweite große Manko, dass in den vorangegangenen Spielberichten schon öfter erwähnt wurde: die Mannschaft benötigt zu viele Anläufe um das gegnerische Tor zu treffen! Abgesehen von einer Chance in der 54. Minute, schnürte man die Gastgeber weitgehend in deren eigenen Hälfte ein, doch lange Zeit wollte der Treffer einfach nicht fallen. Erst in der 81. Minute schien sich der bisherige Saisonverlauf zu wiederholen: der MSV liegt hinten, schafft es aber dennoch durch einen Kraftakt den Rückstand zu egalisieren. Patrick Wetzel vollstreckte aus Nahdistanz zum 1:1. Doch diesmal sollte es nicht reichen. In der 86. Minute bekamen die Halber kurz hinter der Mittellinie einen Freistoß zugesprochen, dieser segelte in den Zossener Strafraum und während alle MSV-Akteure sich brav unter dem Ball wegduckten, verlängerte ein gegnerischer Spieler den Ball unhaltbar ins Netz – 2:1.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die Tatsache, dass es während der Partie ungewohnt heftige Auseinandersetzungen untereinander gab. Das sollte unbedingt abgestellt werden, denn mit den Partien gegen Heidesee und Dahlewitz stehen die sogenannten Wochen der Wahrheit an!!

Aufstellung: S. Wetzel, Russlies, Schemmel, A. Senff, P. Wetzel, Conrad (Kasubke), Griebnitz, Ruden (Wickert), Hoth, Bohne (Röll), Pfarr
Tor: Wetzel

MSV I – KW II  3:1

Die gute Nachricht vorne weg: mit diesem Sieg und dem gleichzeitigen Unentschieden der Dahlewitzer gegen Wildau II wurde nicht nur die Tabellenführung zurückerobert, auch der Abstand zum ersten Nicht-Aufstiegsplatz konnte etwas vergrößert werden. Doch ausruhen darf man sich darauf nicht, bereits nächste Woche kommt es zum Spitzenspiel gegen den derzeitigen Tabellenvierten, die Spielgemeinschaft Halbe/Märkisch-Buchholz. Diese Mannschaft hat sich in den letzten Jahren still und heimlich in die Spitzengruppe der 1. KK geschoben und gilt als sehr kampfstark.

In dieser Hinsicht war die KWer „Zwote“ ein guter Prüfstein. Zwar legten die Gäste aus spielerischer Sicht einen eher limitierten Auftritt an den Tag, aber im kämpferischen Bereich wurde dem MSV sehr viel abverlangt. Dies war auch der Hauptgrund, warum die Hausherren ebenfalls spielerisch nicht glänzen konnten. Dennoch bestimmte man, von vereinzelten Phasen mal abgesehen, das Geschehen auf dem Spielfeld recht solide und man ließ eigentlich kaum eine ernsthafte Torchance für den Gegner zu. Keeper Ronald Griebnitz, normalerweise bei den Alten Herren im Tor beschäftigt und heute für den erkrankten David Heners im Einsatz, wurde zu keiner Glanzparade gezwungen. In der Offensive allerdings benötigten die Zossener ziemlich lange, um eine gewisse Durchschlagskraft zu erzeugen. Erik Pfarr schloß einen Angriff etwas überhastet ab, Martin Bohne hatte auch noch eine gute Möglichkeit – ansonsten fanden viele Angriffe keinen geeigneten Abnehmer.

Erst mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden die Hausherren druckvoller. Dies wurde auch prompt belohnt. Ein schöner Angriff über mehrere Stationen konnte von Pfarr zur 1:0-Führung genutzt werden. In der Folgezeit aber versäumte Zossen es, das Ergebnis weiter auszubauen. Die Gäste versuchten es natürlich auch, fortan mit stärkerem Druck den Ausgleich zu erzielen. Dadurch blieb die Partie aus Zossener Sicht eigentlich unnötig spannend. Erst in der Schlußphase, mit einem Doppelschlag, machte der MSV alles klar. Zunächst war Augustin Hoth in der 84. Minute erfolgreich, dann der frischgebackene Vater Martin Bohne in der 86. Minute, der zum 3:0 vollstreckte. Leider konnte dieses Ergebnis nicht über die Zeit gebracht werden, KW gelang in der Schlußminute doch noch der Ehrentreffer.

Aufstellung: Griebnitz, Russlies, Schulze, Ausner, Kasubke, Rabe (Conrad), T. Griebnitz (A. Senff), Ruden, Hoth, Bohne, Pfarr
Tore: Pfarr, Hoth, Bohne

Wildau II – MSV I  1:1

War´s ein echtes Spitzenspiel? Vom Papier her sowieso, immerhin empfing der Tabellendritte den Spitzenreiter. Von der Qualität her auch? Darüber lässt sich streiten. Wenn beide Teams ihre derzeitige Positionen behaupten wollen, müssen sie sich auf jeden Fall steigern. Aber von der Spannung her ging es auf jeden Fall schon in die richtige Richtung.

Mehrere Komponente hatten daran ihren Anteil. Zum einen wieder die große Schwäche des MSV, zu viele Chancen für einen Treffer zu benötigen. Bereits in der ersten Halbzeit hätten die Gäste durch Tobias Griebnitz in Führung gehen müssen, der seine 1000%tige Möglichkeit allerdings nicht nutzen konnte. Im weiteren Spielverlauf gab es noch andere gute Möglichkeiten, die ebenfalls vergeben wurden. Gegen die sehr kompakt stehende Wildauer Defensive hätte sich dies auch beinahe gerächt. Zum anderen bringt sich die Zossener Elf aber auch immer wieder in Situationen, in der sie das Pech geradezu heraufbeschwört. Als symptomatisch dafür kann der Gegentreffer herangezogen werden. Bis dato konnte die MSV-Defensive die Phönix-Stürmer recht weit vom eigenen Tor fernhalten, doch in der 39. Minute dann gab man in der Vorwärtsbewegung den Ball sehr leichtsinnig verloren. Der Flankenlauf eines Wildauers konnte nicht gestoppt werden und dessen Hereingabe vollstreckte Patrick Ruden unglücklich zum 1:0 ins eigene Netz. Dies wurde noch durch die gelb-rote Karte verschlimmert, die Oliver Röll Sekunden vor dem Pausenpfiff zu sehen bekam. Wobei man in diesem Fall aber schon beinahe fragen kann, ob der Referee einen persönlichen Groll gegen den Zossener gehegt hat, denn diesen Platzverweis als übertrieben zu bezeichnen, ist fast schon untertrieben…

Glücklicherweise kam aber auch die ganz große Stärke des MSV in dieser Saison wieder zum Tragen. Trotz Unterzahl berannte man die gesamten zweiten 45 Minuten über den gegnerischen Strafraum, während die Hausherren nur noch selten zu Entlastungsangriffen kamen, von denen zwei auch beinahe die Entscheidung herbeigeführt hätten. Doch es blieb bei dem knappen Wildauer Vorsprung, aber die Uhr lief unerbittlich gegen den MSV. Fünf Minuten vor dem Abpfiff wurde der intensive Kraftaufwand der Gäste dann doch noch belohnt. Einen schönen Pass von Daniel Ausner konnte der aufgerückte Routinier Sven Schröder zum verdienten 1:1-Ausleich verwandeln. In der restlichen Spielzeit gaben sich dann beide Teams mit der Punkteteilung zufrieden.

Zwar musste Zossen die Tabellenführung durch dieses Remis an die nun punktgleichen Dahlewitzer abgeben, aber man bleibt weiterhin ungeschlagen.

Aufstellung: Heners, Russlies, Schröder, Ausner, J. Doe (Kasubke), Conrad (Hoth), Griebnitz, Ruden, Rabe (A. Senff), Pfarr, Röll
Tor: Schröder

MSV I – Glienick  5:1

Vor diesem Derby war die Stimmung doch irgendwie irritierend. Zwar war die Mannschaft ungeschlagener Tabellenerster, doch die Leistungen in den letzten Punktspielen waren alles andere als überzeugend. Eher konnte man diese als glücklich bezeichnen. Hinzu kam das blamable Pokalaus unter der Woche gegen den unterklassigen Gegner Großbeeren II. Doch durch diesen überzeugenden Sieg gegen den Gemeindenachbarn Glienick konnten viele der aufkommenden Zweifel beiseite gewischt werden.

Der Sieg an sich war auch in dieser Höhe vollkommen verdient. Einzig die Tatsache, dass er nicht höher ausgefallen ist, muss man der Mannschaft zum Vorwurf machen. Dafür ließ der MSV aber erneut zu viele Möglichkeiten aus oder man verlor in einigen Phasen seine spielerische Linie. Doch immer wenn es darauf ankam zogen die Hausherren die Zügel wieder an.
Diese bestimmten jedenfalls vom Anstoß weg das Geschehen auf dem Spielfeld. Die SG investierte zur Verwunderung vieler sehr wenig in diese Partie. Somit geriet die Zossener Defensive nur selten in größere Gefahren. Keeper David Heners hatte im ersten Durchgang nur zwei mal die Gelegenheit sich auszuzeichnen, was er aber z.B. in einer 1:1-Situation mit Bravour tat. Auf der Gegenseite ließen sich die Gastgeber bis zur ca. 15. Minute Zeit und schlugen dann mit einem Doppelpack eiskalt zu. Zunächst vollstreckte der aufgerückte Wetzel nach einer Flanke von Benjuamin Russlies zum 1:0, wenig später brauchte Dennis Conrad nach einem Solo von Martin Bohne nur noch zum 2:0 einzuschieben. Nach  diesem Treffer schraubte der MSV zwei Gänge zurück, hätte aber mit einigen Kontern auf eigenem Geläuf das Ergebnis noch höher schrauben können.

Ungefähr zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff schöpften die Gäste noch einmal Hoffnung, als ihnen etwas überraschend der 1:2-Anschlußtreffer gelang. Doch die Zossener Elf zeigte sich davon nur kurz irritert. Man dominierte weiterhin die Partie und ließ nur selten gefährliche Offensivaktionen des Gegners zu. Als Russlies dann in der 62. Minute im Glienicker Strafraum gefoult wurde, sorgte Sven Schröder mit seinem Strafstoß zum 3:1 für die Vorentscheidung. Die Gäste kamen zwar noch zu zwei Chancen, doch alles in allem war der Widerstand gebrochen. Russlies krönte mit einer schönen Direktabnahme zum 4:1 seine starke Leistung und Erik Pfarr sorgte mit seinem 5:1 in der Nachspielzeit für den Endstand.

Nun können die Spieler dank des Pokalwochenendes zwei Wochen lang regenerieren, ehe es zum Spitzenspiel gegen den derzeitigen Tabellenzweiten Wildau II kommt.

Aufstellung: Heners, Russlies, Schröder, Schemmel, Wetzel, Rabe, Ruden (Pfarr), Griebnitz, Conrad (Hoth), Bohne, Röll (Krause)
Tore: Wetzel, Conrad, Schröder, Russlies, Pfarr

Siethen II – MSV I  4:5

Nach zwei sieglosen Spielen in Folge gab es endlich mal wieder einen vollen Erfolg für die erste Männermannschaft. Doch man schrammte haarscharf an einer Blamage vorbei und nach dem Schlußpfiff war der Ärger über die gebotene Leistung größer als die Verteidigung der Tabellenspitze. Aber der Reihe nach:

Trainer Rene Krüger musste die Startformation gegenüber der Partie gegen Blankenfelde III erneut ändern, was sich zunächst auch positiv auswirkte. Die Gastgeber wurden klar in Schach gehalten und zu Fehlern gezwungen, die gewinnbringend ausgenutzt werden konnten. Besonders der wieder genesene Oliver Röll tat sich dabei hervor, bis zum Seitenwechsel netzte er drei mal. Dass es allerdings kein lupenreiner Hattrick wurde, lag zum Teil auch daran, dass ab ca. der 25. Minute ein gehöriger Schlendrian das Zossener Spiel befiel. Mehr und mehr passte man sich dem bis dato harmlosen Gegner an, statt auf die frühzeitige Entscheidung zu drängen. Konnte Keeper Patrick Lubitz beim Stand von 0:2 noch einen Schuß aus Nahdistanz abwehren, nachdem seine Vorderleute den Ball leichtfertig vertändelt hatten, ließ er wenig später einen Freistoß nach vorne abprallen und der Abstauber landete zum 1:2 im Netz.

Im zweiten Durchgang bemühte sich der MSV, wieder etwas mehr Struktur ins Geschehen zu bringen. Doch wie es bei Bemühungen oftmals der Fall ist, blieb vieles ohne das erhoffte Ergebnis. Ein Großteil der Angriffe verliefen trotz guter Ansätze im Nirgendwo und wenn doch einmal ein Durchkommen war, wurden die dicksten Chancen vergeben. Zum Beispiel schafften es mit Martin Bohne und Augustin Hoth gleich zwei Spieler, das bereits leere Tor des SVS zu verfehlen. Erst als die letzten 20 Minuten angebrochen waren, schien die Entscheidung gefallen zu sein. Dennis Conrad legte über die rechte Außenbahn kommend ein Solo hin, tanzte im Strafraum der Hausherren noch drei Gegenspieler aus und schob überlegt zum 1:4 ein. Doch eine Beruhigung für die letzte Viertelstunde war das noch nicht, denn unerklärlicherweise stimmte bei den Gästen nun kaum noch etwas. Der SVS verkürzte auf 2:4, Bohne erzielte das 2:5. Doch Siethen gab nicht auf und kam nach schweren individuellen Abwehrpatzern tatsächlich noch einmal auf 4:5 heran. Glücklicherweise erklang dann aber der Abpfiff. Wer weiß, was alles noch passiert wäre, wenn die Partie noch fünf Minuten länger gedauert hätte?

Unterm Strich stehen damit zwar erneut drei Punkte, aber auch wieder die Erkenntnis, dass man erneut schlechter gespielt hat, als es der derzeitige Tabellenstand aussagt.

Aufstellung: Lubitz, Russlies, Schröder, Schemmel, Wetzel, Conrad (Lupp), Ruden (Hoth), Pfarr, Rabe, Röll (Kasubke), Bohne
Tore: Röll (3), Conrad, Bohne

MSV I – Blankenfelde III 2:2

Die erste Männermannschaft bleibt zwar in der laufenden Saison unbesiegt, doch mit diesem zweiten Unentschieden in Folge ist die Anfangseuphorie aber endgültig verloren. Eher muss man sich nun auf einen beschwerlichen Ligaalltag einrichten, der noch einiges an Kraft und Nerven kosten wird. Denn wie bereits in der Vorwoche muss man mit diesem Punkt mehr als zufrieden sein, war doch die gezeigte Leistung größtenteils unterdurchschnittlich und unkonzentriert.

Dabei schien zunächst alles wie geplant zu verlaufen. Bereits nach vier Minuten brachte Sven Schröder sein Team durch einen Freistoß mit 1:0 in Führung und auch in der Folgezeit bestimmte der MSV das Geschehen. Bei zwei hundertprozentigen Chancen, die in dieser Zeit herausgespielt wurden, hätte das Ergebnis ausgebaut werden müssen. Doch ab der ca. 20. Minute schien es, als ob irgendjemand den ominösen, berühmt-berüchtigten Schalter umgelegt hätte und es kam zu einem eklatanten Bruch im Spiel der Hausherren. Die Preußen konnten dies gewinnbringend ausnutzen und noch vor dem Pausenpfiff die Partie auf 1:2 drehen – und das war sogar noch hoverdient.

Die Kabinenschelte von Trainer René Krüger fiel dementsprechend aus und im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer wenigstens eine Heimelf, die sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage stemmte. Doch wirklich erwähnenswerte Chancen blieben Mangelware. Die Gäste verteidigten geschickt und blieben durch Konter stets gefährlich. Erst als beinahe alles schon zu spät war, fiel doch noch der Ausgleich: Martin Bohne wurde im gegnerischen Strafraum regelwidrig gestoppt, den Strafstoß verwandelte Schröder gewohnt sicher.

Unterm Strich steht die Erkenntnis, dass sich die Zossener Spieler wieder auf das Wesentlich konzentrieren und auf das besinnen sollten, was im Training immer wieder geübt wird. Das die Moral intakt ist, haben die letzten beiden Partien bewiesen, doch nun muss auch wieder der Wille zum siegen erkennbar werden.

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Krause, Kasubke, Lupp (Griebnitz), Ruden, Pfarr, Conrad (Senff), Bohne, Böcker
Tore: Schröder (2)

SG Großziethen II – MSV I  2:2

Am Ende wollten sie mehr, doch letztendlich kamen die Tore zu spät, um die ersten Punktverluste der Saison noch abzuwenden. Andererseits war die Zufriedenheit über das Remis deutlich zu merken, immerhin hatte die Mannschaft es geschafft, dank einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, einen 0:2-Rückstand aufzuholen. Wie dieser Punktgewinn also zu werten ist, wird sich wohl erst im weiteren Verlauf der Spielzeit herausstellen.

Fakt ist aber, dass die Mannschaft von René Krüger immer dann ins Wackeln gerät, wenn die Ordnung verloren geht und die Spieler sich nicht an ihre Positionen halten. Gegen die SG war dies erneut deutlich zu sehen. In der Anfangsviertelstunde war der MSV noch klar besser, konnte aber einige erfolgversprechende Angriffe nicht zielgenau zu Ende führen. Die Abwehr der Gastgeber war alles andere als sattelfest und animierte Zossen, noch frühzeitiger anzugreifen. Dadurch wurden aber Räume gerissen und die Großziethener konnten beweisen, dass sie eine sehr ambivalente Mannschaft sind: die Defensive 2. Kreisklasse-tauglich, die Offensive durchaus mit Kreisliga-Ambitionen. So kam es, dass die SG mit dem ersten ernsthaften Angriff über den rechten Flügel in Führung gehen konnte. Zossen hingegen verlor mehr und mehr die Linie und schaffte es nicht, sich von diesem Schock zu erholen. Noch vor dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren nach einem Eckball das Ergebnis sogar auf 2:0 und das war alles in allem nicht mal unverdient.

Doch die Pause konnte von Zossener Seite effektiv genutzt werden. Mit Wut im Bauch rannte man nun gegen den Rückstand und die tickende Uhr an. Großziethen hatte im gesamten Verlauf der zweiten Halbzeit nur noch eine gute Möglichkeit, die Keeper David Heners in einer 1:1-Situation parieren konnte. Ansonsten spielte sich das Geschehen hauptsächlich in der Spielhälfte der Platzherren ab. Doch mehrere gute Möglichkeiten des MSV fanden nicht den Weg ins Netz. Als man sich allmählich mit der ersten Saisonniederlage zu befassen begann, stand Martin Bohne doch noch goldrichtig. In der 80. Minute erzielte er den eminent wichtigen Anschlußtreffer. Nun mobilisierten die Gäste die letzten Kräfte und in der 86. Minute war es dann Sven Schröder, der den Ausgleich erzielen konnte, wobei Großziethen hier eine Abseitsposition monierte. Die Partie komplett zu drehen war in der verbliebenen Spielzeit aber nicht mehr möglich, auch wenn der MSV nicht drauf aus war, das Ergebnis zu halten. Letztendlich war es aber ein wichtiger Sieg für die eigene Moral, wobei aber erneut einige Schwachstellen im Zossener Spiel deutlich gemacht wurden.

Aufstellung: Heners, P. Wetzel (Krause), Schemmel (Kasubke), Schröder, Wickert, Lupp (Russlies), Pfarr, Ruden, Rabe, Röll, Bohne
Tore: Bohne, Schröder

MSV I – Baruth I  2:1

Die erste Männermannschaft behält mit nun vier Siegen aus vier Partien weiterhin eine weiße Weste, doch wirklich zufrieden kann das Trainergespann Krüger/Schröder damit immer noch nicht sein. Denn erneut war es ein hart erkämpfter Arbeitssieg, der erneut etliche Baustellen offenbarte, die im Training ausgebessert werden müssen. Souverän sieht jedenfalls anders aus.

Dass liegt weniger an den Leistungen der bisherigen Gegner – ohne diese gering schätzen zu wollen – eher an den eigenen Unzulänglichkeiten. Die Partie gegen Baruth war dafür wieder das passende  Spiegelbild. Während der Gegner eigentlich zu kaum nennenswerten Torchancen kam und dennoch einen Treffer erzielen konnte, versiebte der MSV etliche gute Möglichkeiten und verpasste es somit, frühzeitig für eine Entscheidung zu sorgen. Das führte dazu, dass die Mannschaft phasenweise immer wieder in einer Nervosität verfiel und das Geschehen unnötig bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide stand. Positiv anzumerken ist natürlich aber auch, dass das Team sich immer wieder gefangen hat und sowohl im kämpferischen als auch im spielerischen Bereich immer einen Tick besser war.

In der Partie gegen Baruth hätte es bereits zur Pause eine beruhigende Führung geben müssen, doch mehrere vielversprechende Angriffe konnten nicht genutzt werden. Fichte stand sehr defensiv, war im Offensivspiel aber auch nicht untätig, doch wirklich auszuzeichnen brauchte sich Keeper David Heners nicht.

Als es nach rund 51 Minuten immer noch 0:0 stand, nahm sich Innenverteidiger Sven Schröder ein Herz und rückte mit nach vorne. Prompt konnte er einen schönen Paß von Dennis Conrad zur verdienten 1:0-Führung nutzen. Den Schwung konnten die Hausherren aber nicht ausnutzen, die größte Möglichkeit, die Führung auszubauen, vergab kurz darauf Martin Bohne völlig freistehend. In der 57. Minute konnten die Gäste dann eine der MSV-Schwächephasen eiskalt ausnutzen und mit dem ersten gefährlichen Torschuss zum 1:1 ausgleichen. Glücklicherweise fand Zossen wieder zurück in die Spur und in der 64. Minute gab es nach einem Foul an Benjamin Russlies einen Strafstoß, den Schröder zum 2:1 verwandeln konnte. Das Geschehen auf dem Spielfeld blieb trotzdem bis zum Ende hin spannend, einfach weil Zossen es versäumte, konsequent auf die Entscheidung zu drängen und man Baruth damit wieder stark machte. Dennoch konnte man am Ende die drei Punkte in den Händen halten und letztendlich ist es das, was wichtig ist.

Allerdings war dieser Sieg auch sehr teuer erkämpft. Augustin Hoth und Eric Pfarr mussten verletzt ausgewechselt werden, Conrad sah kurz vor Schluß nach einem taktischen Foul noch die Ampelkarte. Drei technisch starke Spieler, die in zwei Wochen auf dem Kunstrasenplatz in Großziethen ihre Stärken hätten ausspielen können.

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Schemmel, P. Wetzel, Röll (Griebnitz), Pfarr (Krause), Ruden, Conrad, Hoth (Russlies), Bohne
Tore: Schröder (2)

Südstern Senzig – MSV I  1:4

Das letztendlich klare Ergebnis täuscht über den eigentlichen Spielverlauf hinweg. Der MSV musste sich diesen Auswärtssieg hart erkämpfen und lieferte die bisher schlechteste Saisonleistung (einschließlich der Vorbereitungsspiele) ab.

Dabei verliefen die ersten 20 Minuten beinahe wie von Trainer René Krüger gewünscht. Zossen ging bereits nach sieben Minuten durch Martin Bohne in Führung. Auch in der Folgezeit war man klar die bessere Mannschaft und hätte nach zwei dicken Möglichkeiten die Führung noch weiter ausbauen können. Doch gleich mit der ersten Chance konnten die Gastgeber ausgleichen (20. Minute) und fortan ging innerhalb der MSV-Reihen die Ordnung nach und nach verloren. Im Aufbauspiel leistete man sich zuviele Ballverluste, in der Rückwärtsbewegung wurde zu oft das Positionsspiel vernachlässigt. Die Südsterne hätten nach einem kapitalen Stellungsfehler sogar in Führung gehen können, doch der gegnerische Stürmer schob den Ball aus Nahdistanz glücklicherweise neben das Gehäuse. Auf der Gegenseite erwies sich der MSV als effizienter, indem David Lupp das 1:2 erzielen konnte.

Nach dem Seitenwechsel spielten aber rund 20 Minuten nur noch die Hausherren. Zwar kamen sie nicht wirklich zu hochkarätigen Chancen, aber von Zossen kam in dieser Phase beinahe so gut wie gar nichts. Jeder Ball nach vorne ging gleich wieder verloren und in der Defensive ließ man sich zu sehr in die Gefahrenzone unmittelbar vor dem Tor drängen. Erst nach und nach konnten die Zossener sich aber wieder aus diesem Tief herauskämpfen. Nachdem das Geschehen für eine kurze Zeit wieder ausgeglichen war, konnten die Gäste das Tempo in den letzten zehn Minuten noch einmal anziehen. Zunächst nutzte Patrick Wetzel einen langen Abschlag von Keeper David Heners zum 1:3, nur wenig später machte Oliver Röll mit seinem 1:4 den Sack dann endgültig zu.

Am Ende gab es einen deutlichen Auswärtssieg, doch er stand lange Zeit auf der Kippe für den MSV I. Von links: Patrick Ruden, Sven Schröder, Martin Bohne (verdeckt) und Oliver Röll

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, A. Senff, Kasubke (Schemmel), Röll, Pfarr, Ruden, Lupp (Russlies), Hoth (P. Wetzel), Bohne
Tore: Bohne, Lupp, Wetzel, Röll

MSV I – Deutsch Wusterhausen I  3:2

Dank eines müheseligen Arbeitssieges konnte die erste Männermannschaft, rein vom Punktekonto her gesehen, den Saisonstart perfekt machen. Allerdings wartet auf Trainer René Krüger noch viel Arbeit, wenn man auch gegen die Aufstiegsaspiranten der 1. Kreisklasse bestehen möchte.

Denn die Gäste boten an sich zwar nur biedere Fußballkost, konnten damit aber dennoch etliche Schwächen im MSV-Team aufdecken. Beispielhaft ist dabei das 0:1 zu nennen: Zossen hat einen Eckball, dieser wird abgefangen, die Heim-Elf ist dabei viel zu weit aufgerückt und der auf Reise geschickte Wusterhausener Stürmer kann sich gleich noch gegen zwei Gegenspieler durchsetzen. Abgesehen davon hatten die Gäste nicht viel mehr Möglichkeiten (von einem Kopfball noch abgesehen), aber das reichte, um die Platzherren zu schocken und Verwirrung zu stiften. Erst in der Schlußphase der ersten Halbzeit konnte Zossen diese dann ablegen und ein schöner Angriff über Benjamin Russlies landete bei David Lupp, der im Strafraum aber nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Sven Schröder zum 1:1.

Der Elfmeter zum 1:1-Ausgleich durch Sven Schröder

Im zweiten Durchgang präsentierte sich die MSV-Defensive dann wesentlich standfester. Die Grün-Weißen kamen zu keiner nennenswerten Möglichkeit mehr, schon früh schienen sie sich auf eine Punkteteilung festgelegt zu haben. Zossen wartete zunächst geduldig auf sich bietende Möglichkeiten, wurde mit zunehmender Spieldauer aber immer gefährlicher. Nachdem Oliver Röll für die erlösende 2:1-Führung sorgen konnte, hatte der MSV mehrere Gelegenheiten, das Ergebnis hochzuschrauben. Leider konnte nur Martin Bohne eine davon zum 3:1 verwandeln. Diese Fahrlässigkeit hätte sich fast gerächt, denn wie aus dem Nichts kam Deutsch Wusterhausen in der 83. Minute zum 3:2-Anschlußtreffer. Nun verloren die Gastgeber noch einmal den Faden und die Partie wurde wieder unnötig spannend. Doch mit dem letzten Willen hielten die Zossener diesen „Dreier“ fest.

In der zweiten Halbzeit ließ der MSV defensiv nur noch wenig anbrennen

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Schemmel (A. Senff), Kasubke, Lupp, Pfarr, Ruden, Russlies (Conrad), Hoth (Röll), Bohne
Tore: Schröder, Röll, Bohne

Kablow Ziegelei – MSV I  0:2

Die erste Männermannschaft ist gut aus den Startlöchern gekommen und hat damit nach dem Abstieg in der letzten Saison endlich mal wieder für einen kleinen Lichtblick gesorgt.

Durch das Abstiegs-Desaster trifft man ja nun vielfach auf Gegner und Spielorte, die den meisten Spielern bisher unbekannt waren, daher war es im Vorfeld auch schwierig, den derzeitigen Leistungsstand der Mannschaft einzuschätzen. Dies bleibt auch nach dieser Partie so, doch das Potential scheint vorhanden zu sein, diesmal erfolgreicher zu spielen.

Vor allem in der ersten Halbzeit bestimmte der MSV das Geschehen auf dem Platz eindeutig. Die Hausherren kamen in dieser zu nicht einer nennenswerten Torchance, während Zossen schon für eine deutliche Vorentscheidung hätte sorgen müssen. Doch fünf klare Möglichkeiten, die allesamt schön herausgespielt waren, konnten nicht genutzt werden. Einzig Benjamin Russlies behielt in der 13. Spielminute einen kühlen Kopf und schob sicher zum 0:1 ein. Kurioserweise half ausgerechnet bei diesem Treffer das Glück ein wenig nach, denn beim vorangegangenen Pass auf den Torschützen schlugen gleich zwei Gegenspieler über den Ball.

Im zweiten Durchgang war bei den Gästen dann aber ein deutlicher Leistungsabfall zu verzeichnen. In vielen Situationen verlor man nun vor allem in der Defensive die Ordnung, zudem witterten die Kablower die Chance, die Partie wieder auszugleichen. Es gab mehrere brenzlige Situationen im Zossener Strafraum, zwei mal hielt Keeper Heners überragend, ein Foulstrafstoß ging knapp über das Tor. Auf der Gegenseite hatte der MSV einige Kontermöglichkeiten, die ebenfalls nicht genutzt werden konnten. So blieb das Spiel spannend und der Ausgleich wäre für die Gastgeber nicht ganz unverdient gewesen. Doch kurz vor dem Abpfiff machte Martin Bohne, nach einem schönen Doppelpass mit David Lupp, den Sack endgültig zu.

Aufstellung: Heners, Wickert, Schröder, Schemmel (Krüger), Kasubke, Russlies (Siwek), Pfarr, Ruden, Lupp, Röll (Conrad), Bohne
Tore: Russlies, Bohne

Saison 2011/12

Schulzendorf I – MSV I  1:1

Zwiespältig wurde dieser Punktgewinn von den Zossenern aufgenommen. Einerseits war etwas Freude zu verspüren, denn der Ausgleich fiel erst in den Schlußminuten und er war auch die Belohnung für eine engagierte Leistung. Andererseits könnte dieser Zähler auch zu wenig sein. Denn sowohl Großbeeren und Schenkendorf konnten wieder punkten, womit der Abstiegskampf nur noch zwei Teams betrifft: Motzen und halt den MSV. Und Zossen hat vom Papier her das eindeutig härtere Restprogramm…

Wenn geschrieben steht, die Zossener Akteure boten eine engagierte Leistung, heisst das aber nicht, dass es gleichzeitig auch eine gute Leistung gewesen wäre! Denn erneut zeigten sich wieder die großen Schwächen, mit der die Mannschaft in der Rückrunde zu kämpfen hat. In der Defensive z.B. steht man eigentlich gefühlte 75 Minuten recht sicher, zerstört diesen guten Eindruck aber, indem man immer wieder kollektive Schlafeinlagen offenbart. So geschehen in der 24. Minute, als die Gäste zunächst im Mittelfeld leichtfertig den Ball verlieren und dann in der Rückwärtsbewegung seelenruhig ihre Gegenspieler davon ziehen lassen.

Die zweite große Schwäche betrifft das eigene Offensivspiel. Der MSV kommt mit Mut und Wut aus der Kabine, hat deutlich mehr Spielanteile als die SGS, erobert sich durch frühes Pressing immer wieder den Ball, doch was dann in unmittelbarer Nähe des gegnerischen Strafraums damit gemacht wird, ist nur noch reiner Augenkrampf. Es kommt kein direkter Zug zum Tor zustande, Flanken - falls denn welche geschlagen werden - landen im Nirgendwo und nur selten wird die Gelegenheit gefunden, sich rechtzeitig vom Ball zu trennen. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Mannschaft beinahe selbst wieder ihr eigenes Grab schaufelte. Denn mit zunehmender Spieldauer musste man immer mehr den Bemühungen und der sommerlichen Hitze kräftemäßig Tribut zollen und die Hausherren bekamen Platz zum Kontern. Etliche von diesen hätten die Entscheidung herbeiführen müssen, doch Keeper David Heners verhinderte mehrmals einen weiteren Gegentreffer. Als dann schon alle Außenstehenden an den Schlußpfiff dachten, bekam der MSV noch einmal einen Freistoß auf halbrechts, kurz vor dem SGS-Strafraum zugesprochen. Der eigentlich schwach getretene Ball rollte dann irgendwie durch alle Beine hindurch und landete, zur Überraschung aller, zum 1:1 im Netz (88. Minute).

Ob dieser Punkt dann überhaupt etwas wert ist, wird sich in den letzten beiden Punktspielen beweisen. Diese haben es in sich. Zunächst ist der Aufsteiger aus Großziethen zu Gast, danach gehts zum Abschluß zum Angstgegner Wernsdorf.

Aufstellung: Heners, Schröder, Rabe, Russlies (Lupp), Conrad, Reichert, Wickert (Siwek), Howitz, Pfarr (Haß), Röll, Bohne
Tor: Röll

MSV I – Wünsdorf I  2:1

War das die Wende? Ausgerechnet im Ortsderby gegen Wünsdorf konnte die erste Männermannschaft den ersten Sieg im Jahr 2012 erringen. Und dieser Erfolg gegen den Tabellenzweiten war aufgrund einer couragierten kämpferischen Leistung der Spieler nicht einmal unverdient – im Gegenteil. Nachdem bereits gegen Mittenwalde vielfach gute Ansätze zu sehen waren, hatte man diesmal als Zuschauer endgültig das Gefühl, dass das Team von Coach René Krüger endlich den Ernst der Lage erkannt hat und sich bis zur Erschöpfung gegen einen möglichen Abstieg stemmt.

In der ersten Halbzeit verlief das Geschehen relativ ausgeglichen. Es gab auf beiden Seiten gute Möglichkeiten zu Treffern, doch noch standen beide Abwehrreihen gut organisiert auf dem Geläuf. Auch emotional verhielten sich die Akteure bei diesem Derby noch weitgehend zurück.

Abwehrkampf im Zossener Strafraum (1. Halbzeit): Benjamin Russlies köpft den Ball aus der Gefahrenzone 

Dies sollte sich dann natürlich ändern, als Oliver Röll in der ca. 55. Minute die 1:0-Führung erzielte. Nach einer Vorarbeit über die rechte Außenbahn drückte er aus Nahdistanz das Leder über die Linie.

Oliver Röll (Bildmitte) kurz vor dem 1:0. Martin Bohne verfolgt das Geschehen
Und drin ist das Leder. Röll dreht jubelnd ab…

Der MTV benötigte nun etwas Zeit, um sich von diesem Rückstand zu erholen. Die Hausherren versuchten dies gewinnbringend auszunutzen. Röll hatte nur kurze Zeit später die Riesen-Möglichkeit die Führung auszubauen, scheiterte aber aus Nahdistanz am großartig parierenden gegnerischen Keeper

Die Gäste fanden in der Folgezeit aber wieder zurück in die Partie. Zwar stand die Zossener Defensive an diesem Tag sehr sicher, doch die Wünsdorfer Offensivabteilung bewies, dass sie selbst bei strengster Bewachung nich 100%tig ausgeschaltet werden kann. Immer wieder gab es gefährliche Situationen im Zossener Strafraum. Besonders nachdem der MTV durch einen Weitschuß zum 1:1 ausgleichen konnte.

Kurz darauf bewahrte MSV-Schlußmann David Heners seine Mannschaft mit einem Wahnsinnsreflex vor einem Rückstand. Zudem wurde Wünsdorf ein Treffer wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Doch Zossen verstand es, dem Gegner durch Konter immer wieder Nadelstiche zu versetzen. Somit sollte am Ende diejenige Mannschaft vom Platz gehen, die den Sieg doch ein Stück mehr haben wollte und das war an diesem Tag glücklicherweise die Zossener Elf. Erneut war es Röll, der in der 83. Minute von einer hervorragenden Vorarbeit von Martin Bohne profitieren konnte und den 2:1-Siegtreffer erzielte.

Röll (verdeckt am zweiten Pfosten) erzielt den Siegtreffer (Fotos: André Kasubke)

Die restliche Spielzeit (+ sechs Minuten Nachspielzeit) entwickelte sich dann zur Nervenschlacht. Die Gastgeber krochen sichtlich auf dem Zahnfleisch, konnten aber ihren hohen Einsatz in der nun sehr intensiv geführten Partie hoch halten und ließen keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. Somit konnten sie nach dem Abpfiff drei Punkte feiern, mit denen vorher wahrscheinlich nur die wenigstens gerechnet hatten.

Nun gilt es, den Schwung ins nächste Derby mitzunehmen. Denn noch ist der Abstiegskampf nicht vorüber. Nächsten Sonntag gastiert man in Mellensee beim RSV!

Aufstellung: Heners, Haß, Rabe, Russlies, Conrad (Schemmel), P. Wetzel (Reichert), Freier, Pfarr (Böcker), Howitz, Bohne, Röll
Tore: Röll (2)

Großbeeren I – MSV I  4:0 / Mittenwalde I – MSV I  3:1

Das Jahr 2012 weist eine katastrophale sportliche Bilanz für die erste Männermannschaft auf. Gerade mal ein einziger Punkt konnte geholt werden und das gegen den Tabellenletzten Heidesee. Von diesem ist man mittlerweile punktemäßig aufgrund der Talfahrt gar nicht mehr so weit entfernt und die gebotenen Leistungen versprechen nur wenig Hoffnung – dass muss so klar und deutlich auch mal gesagt werden. Denn offensiv ist die Mannschaft kaum noch präsent und in der Defensive führt man  die über weite Strecken solide Leistung durch krasse individuelle Fehler ad absurdum.

Die Nachholpartie gegen Großbeeren ist dafür das beste Beispiel. In diesem sogenannten "6-Punkte-Spiel" (Großbeeren war zu diesem Zeitpunkt Vorletzter) konnte sich der MSV über die gesamte Spielzeit gerade mal zwei ernsthafte Torchancen herausspielen. Ansonsten versagten die Nerven an allen Ecken und Enden. Selbst als man sich in den ersten 25 Minuten der zweiten Hälfte nahezu komplett in der gegnerischen Hälfte befand, sprang nichts Zählbares heraus. Dafür fing man sich insgesamt vier Gegentreffer, von denen wenigstens drei mehr als vermeidbar waren. Zudem verschossen die Grün-Weißen auch noch einen Foulstrafstoß. Dass der Schiedsrichter dem MSV einen Handelfmeter verweigerte und zwei vielversprechende Angriffe in der ersten Halbzeit vollkommen unberechtigt wegen Abseits abpfiff, sei hier nur der Form halber erwähnt. Die Leistung hat sich die Mannschaft selbst zuzuschreiben…

In der Partie gegen Mittenwalde bot die Elf dann wenigstens einen etwas couragierteren Eindruck. Beide Teams befanden sich zunächst auf einer Augenhöhe und folgerichtig konnte Oliver Röll den frühen Rückstand noch vor der Pause zum 1:1 ausgleichen. Zudem hatte man noch zwei weitere gute Möglichkeiten, die allerdings nicht genutzt werden konnten. Im zweiten Durchgang boten die Zossener zunächst eine solide Leistung. Klare Torchancen sprangen zwar nicht mehr heraus, doch der BSV konnte geschickt vom eigenen Strafraum ferngehalten werden und die Bemühung, hier mehr als einen Punkt mitzunehmen, waren deutlich erkennbar. Doch es blieb bei den Bemühungen, weil die spielerischen Ansätze viel zu leichtfertig vergeben wurden. Der Ball lief maximal über 2-3 Stationen, dann war Schluß. Und so kam es, wie es kommen musste: ein selten dämliches Gegentor sorgte für die Vorentscheidung. Der MSV war gefährlich im Mittenwalder Strafraum, doch der Keeper konnte den Ball abfangen. Sein langer Abschlag flog über die gesamte Gäste-Abwehr hinweg und der BSV-Stürmer fabrizierte per Kopfball eine Bogenlampe, die über den zu weit draußen stehenden Keeper David Heners zum 2:1 ins Netz segelte. Danach ergaben sich die Zossener Spieler weitesgehend ihrem Schicksal und mussten kurz vor Schluß auch noch das 3:1 hinnehmen.

Auch die angespannte Personalsorgen dürfen keine Entschuldigung sein. Bei Mittenwalde z.B. standen bei Abpfiff drei Spieler auf dem Platz, die zuvor 90 Minuten bei der Zweiten absolviert hatten. Eher scheint es so, dass sich zu wenig Spieler für den Abstiegskampf motivieren können und gedanklich nicht wirklich 100%tig bei der Sache sind. An dieser Stelle muss ein Umdenken schnellstens erfolgen!!

Aufstellung: Heners, Haß, Ruden, Siwek, Rabe, Wickert (Russlies), Howitz, Freier, Pfarr (Reichert), Röll, P. Wetzel
Tor: Röll

Waltersdorf II – MSV II  1:0

Nach so einem Spiel mit leeren Händen da zu stehen, ist immer wieder bitter. Aufgrund der gezeigten Leistung wäre eine Punkteteilung gegen die favorisierten Waltersdorfer nicht unverdient gewesen, doch kurz vor Ende setzte sich dann doch die größere individuelle Klasse durch.

Der RSV rollte von Anpfiff an wie eine Gewitterfront auf die MSV-Defensive. Doch Abwehrchef Mathias Haß organisierte seine Nebenleute hervorragend und auch Keeper Marcus Schulze erwischte einen sehr guten Tag. Mehrmals rettete er mit seinen Aktionen sein Team vor einem Rückstand. Doch nach und nach legten die MSV-Akteure ihre Scheu ab und fingen an, das Geschehen auf dem Geläuf mitzubestimmen. Nach rund 15 Minuten tauchte Benjamin Russlies nach einem Steilpass auf einmal frei vor dem Waltersdorfer Gehäuse auf, doch er konnte das runde Leder leider nicht im Netz unterbringen. In der Folgezeit konnte sich kein Team entscheidend durchsetzen. Waltersdorf hatte zwar mehr Ballbesitz, doch Zossen konnte immer wieder gefährliche Nadelstiche setzen.

Die zweite Halbzeit verlief dann ähnlich wie die Erste. Zunächst waren die Gastgeber am Drücker, ehe Zossen wieder ins Spiel finden konnte. Das Comeback vom lange verletzten Eric Pfarr sorgte  zudem deutlich für Belebung im Aufbauspiel der Gäste. Jedes Team hatte dann seine starken Phasen, es gab auf beiden Seiten mehrere gute Möglichkeiten, doch noch hatten beide Nullen bestand. Erst in den letzten zehn Minuten gewannen die Hausherren erneut die Oberhand. In der 85. Minute wurde ihnen zunächst ein Treffer wegen Abseits aberkannt, in der 88. Minute fiel dann doch noch der Treffer des Tages. Schulze, der vorher als erster Sieger aus mehreren 1:1-Situationen hervorging, hatte hier nur das Nachsehen.

Trotz der Niederlage fand Trainer René Krüger lobende Worte für sein Team. Trotz der Niederlagen in den letzten beiden Spielen seien es gute Leistungen gewesen. Nun müsse man das beibehalten, um in den kommenden Wochen endlich wieder zu punkten.

Aufstellung: Schulze, Haß, Lupp (Siwek), Ruden, Russlies, Röll (Howitz), Rabe (Pfarr), Freier, Wickert, Bohne, Böcker

Preußen II – MSV I   2:1

Die Fassungslosigkeit stand Coach René Krüger und seinen Spielern noch am Dienstag beim Training ins Gesicht geschrieben. Nicht eine Fassungslosigkeit über die Niederlage an sich – die ist schon schlimm genug, da sich dadurch der Abstand zu den Abstiegsplätzen gefährlich verringert hat – sondern hauptsächlich über die Art und Weise. Denn was das Schiedsrichtertrio an diesem Tag mit dem MSV abgezogen hatte, war, milde ausgedrückt, eine bodenlose Frechheit!!

Gegen eine erstarkte Preußenmannschaft, immerhin bis dato bestes Rückrundenteam, schienen sich die MSV-Akteure dem drohenden Abstiegskampf bewusst und legten los wie die Feuerwehr. Nach rund zehn Minuten gelang Andreas Böcker auch der hochverdiente 0:1-Führungstreffer. Doch danach kamen dann die großen Auftritte des Schiri-Trios. Wenig später gelang Böcker der vermeintliche zweite Treffer, der dann aber wegen Abseits nicht gegeben wurde – die 1. klare Fehlentscheidung, denn wie kann es Abseits sein, wenn der Spieler aus der Tiefe kommt und sogar noch zwei Gegenspieler ausdribbeln kann? Aber solche Entscheidungen gibt es immer wieder, was danach kam war dann nur noch absurd. Der MSV bringt von links eine Flanke in den Preußen-Strafraum, der Ball springt einem gegnerischen Spieler an die Hand, der Referee pfeift Strafstoß. Kapitän Jan Freier hatte sich den Ball schon zurecht gelegt, als der Unparteiische auf einmal doch auf Schiedsrichterball entschied, mit der Begründung, er hätte zu früh gepfiffen!!?? In der 35. Minute findet das Treiben seine Fortsetzung: Der Torwart der Hausherren lässt den Ball nach vorne abprallen, genau vor die Füße von Martin Bohne, der das Streitobjekt nur noch einzuschieben braucht. Der Treffer wird zunächst gegeben, alle Spieler begeben sich Richtung Mittellinie, auch von den Hausherren kommt kein Protest, außer vom Preußen-Keeper. Dieser ist gleichzeitig auch Schiedsrichter auf Landesebene, sagt etwas zum Linienrichter, und dieser verweigert dem Treffer plötzlich die Anerkennung.
Das der Schiedsrichter bereits in der Halbzeitpause zu Coach Krüger meint, er hätte einen schlechten Tag, sagt schon alles aus…

Leider lassen sich die Gäste in der zweiten Halbzeit von dieser deutlichen Benachteiligung unterbuttern und Preußen, die schon in den ersten 45 Minuten nicht chancenlos waren, kommt nun viel besser ins Spiel. Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff gelingt ihnen der 1:1-Ausgleich. Doch auch sie bekommen die Nachteile zu spüren, wenn ein völlig überforderter Mensch die Pfeife bedient. Einem Blankenfelder will der Schiri nach einem Foulspiel die berechtigte gelb-rote Karte zunächst nicht geben, wenig später hält er diese einem vorher noch nicht verwarnten Preußen-Spieler unter die Nase. Dennoch bleiben die Gastgeber in der Folgezeit das bessere Team, der MSV kann nicht mehr an die Leistung des ersten Durchganges anknüpfen. Der 2:1-Siegtreffer für die Schwarz-Weißen ist von daher nicht unverdient gewesen, doch auch diese Entstehung spricht Bände für das Geschehen an diesem Tage, außer dass die Männer in Schwarz diesmal nicht daran beteiligt waren: einen Rückpass lenkt sich Zossens Keeper auf kuriose Art und Weise ins eigene Tor – auf der Gegenseite wäre es das Tor des Jahres gewesen. Aber es bleibt dabei: bei einem Schiedsrichter, der diese Bezeichnung auch verdient, hätte Zossen zur Halbzeit wenigstens mit 3:0 führen können….

Aufstellung: Schulze, Haß, Lupp, Ruden, Russlies, Röll (Howitz), Rabe (Bujack), Freier, Wickert, Bohne, Böcker (Badenhoop)
Tor: Böcker

MSV I – Heidesee I  2:2

Die Leistung der ersten Männermannschaft in der laufenden Saison bleibt unberechenbar. Nach den ersten Punktspielen noch überraschend Tabellenführer ist sie mittlerweile auf Platz neun wiederzufinden. Damit ist das vor dem ersten Spieltag herausgegebene Saisonziel – einstelliger Tabellenplatz – zwar noch klar vor Augen, aber der Weg Richtung Abstiegsränge ist keinesfalls lang genug, um sich auf der sicheren Seite zu wähnen.

Vor diesem Hintergrund ist die Partie gegen den Tabellenletzten als symptomatisch für den bisherigen Verlauf des Spieljahres 2011/12 anzusehen. Zunächst geht der MSV völlig überraschend mit 1:0 in Führung. Die Partie war keine zehn Sekunden alt, als Daniel Ausner nach kurzer Ablage vom Anstoßkreis einfach mal drauf hält und den gegnerischen Keeper vollkommen überrascht. In der Folgezeit hat man es dann aber versäumt, den Schwung dieser frühen Führung mitzunehmen. Heidesee hatte zwar keine echte Torchance, aber auch die Hausherren agierten in vielen Situationen zu zögerlich. Dennoch konnte man dank einer souveränen Defensivarbeit den Vorsprung in die Pause nehmen.

Während der zweiten Halbzeit sahen die Zossener dann lange Zeit wie der Sieger aus. Der Abstiegskandidat bemühte sich zwar nach Kräften, doch ohne Ideen, wodurch die MSV-Abwehr weiterhin kaum in Bedrängnis geriet. In der Offensive war bei den Gastgebern nun auch wieder etwas mehr Schwung, zudem bewies Trainer René Krüger wieder ein glückliches Händchen. Der eingewechselte David Reichert passte nach einem kurzen Solo mustergültig auf Marcel Ermisch, der nach einem kurzen „Tänzchen“ mit zwei Gegenspielern auf 2:0 erhöhte. Nun sprach eigentlich alles für den MSV. Ein Heideseer bekam wegen Meckerns die gelb-rote Karte, ein weiterer schied verletzungsbedingt aus und konnte nicht mehr ersetzt werden, da schon dreimal gewechselt wurde. Zudem bekam Zossen in der 70. Minute einen Foulstrafstoß zugesprochen. Doch ausgerechnet an diesem Tag  konnte Kapitän Jan Freier diese Möglichkeit nicht nutzen und vergab – sein erster vergebener Strafstoß in einem Pflichtspiel überhaupt!! Aus dieser Aktion schöpften die Gäste den Mut der Verzweifelten, während bei den Hausherren die Angst plötzlich greifbar war – unverständlich, hat der MSV doch eines der ältesten und damit auch erfahrensten Teams in der Kreisliga! In der Vorwärtsbewegung kam nun kaum noch eine nennenswerte Aktion zustande und man überließ in doppelter Überzahl nach und nach dem Gegner das Feld. Als dieser in der 83. Minute durch einen abgefälschten Schuß den 2:1-Anschlußtreffer erzielte, begann das große Zittern. Zu allem Überfluß griff der Referee auch noch zweimal maßgeblich in das Geschehen ein: zunächst zeigte er ganze sieben Minuten Nachspielzeit an. Woher er diese nahm, war vollkommen unverständlich. Dann verweigerte er Zossen einen zweiten klaren Foulstrafstoß. Das soll aber keine Entschuldigung sein, denn für die unnötige Punkteteilung muss man die Fehler bei sich selbst suchen. Heidesee gelang in der Nachspielzeit tatsächlich noch per Kopfball das 2:2. Und das – nur zur Erinnerung – in doppelter Unterzahl.

Der MSV hat es somit versäumt, den Abstand zwischen den Abstiegsrängen zu vergrößern, bzw. gleich zu halten. Dennoch war es über weite Strecken eine sehr disziplinierte Leistung der Mannschaft. Wenn es gelingt, diese mal über 90 Minuten (plus Nachspielzeit) abzurufen, sollten die notwendigen Punkte bald zusammenkommen.

Aufstellung: Heners, Haß, Lupp, Russlies (Siwek), Ruden, Conrad (Bujack), Wickert, Röll, Ausner (Reichert), Freier, Ermisch
Tore: Ausner, Ermisch

MSV I – Ragow I  1:4

Ragow konnte sich mehr als deutlich für die o:1-Hinspielniederlage revanchieren. Das MSV-Team hat mit einer mangelhaften Zweikampfeinstellung und krassen individuellen Fehlern aber auch gehörig dazu beigetragen.

Noch unverständlicher ist dies aber angesichts der Tatsache, dass man in der Anfangsphase das bessere Team war und durch einen schönen Freistoß von Oliver Röll sogar mit 1:0 in Führung gehen konnte. Doch der Treffer sorgte nicht für Sicherheit in den Reihen der Gastgeber – im Gegenteil. Ragow fand nun eine bessere Linie und bestimmte immer mehr das Geschehen auf den Geläuf. Nur knapp zehn Minuten nach dem Führungstreffer glichen die Gäste aus, unter gütiger Zossener Mithilfe. Einen langen Einwurf lenkte sich MSV Keeper Marcus Schulze selbst ins Tor.

Im zweiten Spielabschnitt tauchten die Hausherren nur noch selten gefährlich im gegnerischen Strafraum auf. Einzig der eingewechselte Mathias Haß hatte noch eine nennenswerte Möglichkeit. Ansonsten blieb man sowohl spielerisch als auch läuferisch vieles schuldig. Die Quittung folgte auf dem Fuße. Blau-Weiß erzielte bereits in der 48. Minute das 1:2 und danach bekam man vom MSV reichlich Raum zum Kontern. In der 75. Minute folgte das (nicht ganz unhaltbare) 1:3, in der Schlußminute dann sogar das 1:4.

Aufstellung: Schulle, Conrad, Russlies, Lupp, Röll (Bujack), Ruden, Freier, Wickert, Senff, Böcker, Heners (Haß)
Tor: Röll

MSV I – Motzen I  3:2

Mit dem knappen Sieg gegen Motzen ist der ersten Männermannschaft doch noch rein recht versöhnlicher Jahresabschluß gelungen. Gegen den gleichen Gegner hatte man im Sommer noch 7:1 gewonnen und damit erstmalig in der MSV-Geschichte die Tabellenspitze der Kreisliga erobert, doch die Zeiten haben sich mittlerweile wieder normalisiert. Der MSV wurde ins triste Tabellenmittelfeld durchgereicht, Motzen hat sich nach einer katastrophalen Anfangsphase wieder etwas gefangen und den Anschluß ans Mittelfeld wieder hergestellt. Somit begegneten sich beide Teams diesmal auf einer Augenhöhe.

Die Gäste erwischten dabei den besseren Start. Bereits nach rund vier Minuten gingen sie mit 0:1 in Führung, nachdem sie die Zossener Defensive mit einem schnell vorgetragenen Angriff üerraschen konnten. In der Folgezeit bestimmte Wacker das Geschehen, während die Hausherren sich von diesem Schock zunächst nicht erholen konnten. Erst zum Ende der ersten Halbzeit fand der MSV seinen Rhythmus und Motzen hatte Glück, dass der Schiedsrichter beide Augen zudrückte und einen der ihren nach einer Notbremse nicht vom Platz stellte.

Im zweiten Durchgang passierte zunächst nicht viel Aufregendes, dennoch stand es auf einmal 1:1. Oliver Röll erwischte den gegnerischen Keeper auf dem falschen Fuß und sein haltbarer Schuß zappelte im Netz. Motzen reagierte mit wütenden Angriffen und ging nach einem Kopfball in der 65. Minute erneut in Führung. Wenig später rettete der Pfosten für den MSV. Doch die Gastgeber behielten die Nerven und warteten geduldig auf Fehler des Gegners. Diese stellten sich auch prompt ein und wurden eiskalt, wenn auch mit etwas Glück, ausgenutzt. Jan Freier zog aus 25 Metern einfach mal ab und erzielte das 2:2 – erneut sah der Motzener Keeper nicht sonderlich gut aus. Somit wurde die Schlußphase noch einmal richtig spannend. Zunächst forderten die Gäste in der 77. Minute einen Foulstrafstoß, stießen damit aber beim Referee auf taube Ohren – eine nicht ganz unstrittige Entscheidung. Einige Minuten später zeigte sich, dass Trainer René Krüger diesmal ein glückliches Händchen mit seinen Einwechslungen hatte. Der eingewechselte David Reichert eroberte sich im Mittelfeld den Ball, zog auf rechts außen und schlug von dort eine butterweiche Flanke in den Motzener Strafraum. Der ebenfalls eingewechselte Göran Howitz brauchte nur noch den Kopf in die Flugbahn zu halten und erzielte den 3:2-Siegtreffer.

Mit diesem Erfolg hat man wieder etwas Luft zu den kritischen Plätzen und man kann die Vorbereitung auf den Rest der Rückrunde konzentriert und ohne große Hektik angehen.

Tore: Röll, Freier, Howitz

MSV I – Wernsdorf I  2:3

Erneut enttäuschte die erste Männermannschaft bei einem Heimspiel. Dabei führte man bis zehn Minuten vor Spielende mit 2:1 und vor allem, auf welche Art und Weise diese Führung aus der Hand gegeben wurde, war mehr als bitter.

Die erste Halbzeit ist schnell erzählt. Beide Teams begegneten sich auf gleicher Augenhöhe. Die Gäste hatten zwar die etwas besseren Möglichkeiten, aber im Großen und Ganzen war das 0:0 zum Seitenwechsel verdient.

Die zweite Hälfte wurde dann bedeutend aufregender. Die MSV-Elf kam etwas forscher aus der Kabine und ging folgerichtig durch Oliver Röll, mit einer schönen Direktabnahme aus der Drehung, mit 1:0 in Front. Doch Wernsdorf brauchte nicht lange, um auszugleichen. Auch dieser Treffer – Distanzschuß knapp hinter der Strafraumgrenze - war schön anzusehen. Doch die Gastgeber zeigten sich zunächst nicht geschockt und drängten sofort auf das nächste Tor. Dieses ließ auch nicht lange auf sich warten und war gleichzeitig das Schönste an diesem Tag. Andreas Senff setzte sich auf der rechten Seite mit einer schönen Einzelleistung durch, zog in den Strafraum und war dann noch eiskalt genug, den Ball mit der Hacke zum 2:1 einzunetzen. Was dann aber folgte, war für viele Zuschauer unbegreiflich. Zossen verlor nicht nur Roberto Schemmel mit einer unnötigen Gelb-Roten Karte, sondern auch mehr und mehr die Bindung zum Spiel. Selbst erfahrene Spieler wie David Heners, Mathias Haß oder Jan Freier ließen sich von der aufkommenden Nervosität mehr und mehr anstecken und konnten keine Ruhe mehr in das Geschehen bringen. Dadurch wurde Frankonia wieder stark gemacht und es folgten zahlreiche brenzlige Situationen. Selbst als es wieder zahlenmäßig ausgeglichen war – ein Wernsdorfer ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und kassierte den roten Karton – wurde es nicht besser. Statt nun aber die Lage erstmal in der Defensive zu stabilisieren, rannten die Zossener Spieler in der 81. Minute kopflos in einen Konter, der zum 2:2 führte. Es sollte noch schlimmer kommen: die Nachspielzeit war bereits angezeigt und erneut vertändelte man einen bereits sicher geglaubten Ball in der Vorwärtsbewegung und Wernsdorf gelang tatsächlich noch der 2:3-Siegtreffer.

Somit bleibt der MSV im Niemandsland der Tabelle und der Abstand zu den Abstiegsplätzen verringert sich merklich. Am nächsten Sonntag, dem letzten Punktspiel in diesem Jahr, gastiert zum Rückrundenauftakt Wacker Motzen beim MSV.

Aufstellung: Heners, Haß, Russlies, Wickert, Ruden, Schemmel, Röll, Freier, Ausner, Bohne, A. Böcker (Senff)
Tore: Röll, Senff

MSV I – SG Schulzendorf I  0:3

Es bleibt dabei: die erste Männermannschaft kann zu Hause gegen Schulzendorf nicht gewinnen. Zum dritten mal hintereinander kassierte man gegen die grün-beleibten Gäste eine klare Niederlage auf eigenem Geläuf. Diese jedoch war für die MSV-Fans eine ganz besonders bittere Pille. Denn derart leblos und uninspiriert hat man die Zossener Elf in dieser Saison noch nicht gesehen – und das gegen eine Mannschaft, die tief im Abstiegskampf steckt.

Schon im ersten Durchgang zeichnete sich ab, dass die Hausherren weit unter Form und nur halbherzig agierten. Das 0:1 nach knapp 20 Minuten war der beste Beleg dafür: ein schwerwiegender Abwehrfehler ermöglichte der SG den Treffer. Zwar hatte Zossen im ersten Durchgang noch drei hochkarätige Möglichkeiten zum Ausgleich, die aber allesamt kläglich vergeben wurden, doch das ungute Gefühl, dass hier heute nichts zu holen ist, blieb.

Dies wurde im zweiten Durchgang auch bestätigt. Die Gastgeber kamen nun überhaupt nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor, überhaupt schien jeder Spieler nur für sich selbst zu spielen, gegenseitige Anfeuerung zum Beispiel war Fehlanzeige. Die Schulzendorfer hingegen schienen zu wissen, um was es ging und kauften der Zossener Elf zumindest kämpferisch den Schneid ab. Das 0:2 und kurz vor Schluß das 0:3 war daher auch hochverdient.

Aufstellung: Heners, Conrad (Haß), Russlies, Bujack, Freier, Ruden, Rabe (Röll), Ausner, Wickert, A. Böcker (Howitz), Senff

MSV I – Mellensee I  2:1

Der freie Fall nach vier Niederlagen in Serie ist gestoppt und wenigstens das zweite „große“ Derby konnte erfolgreich gemeistert werden. Das Spiel als solches kann aber relativ schnell vergessen werden, dafür waren die Leistungen beider Teams zu bieder.

Die Nervosität auf beiden Seiten war deutlich zu spüren. Der RSV muss seit etlichen Wochen auf viele Leistungsträger verzichten und hatte sich gerade erst wieder aus dem Tabellenkeller freigekämpft. Aber auch Zossens Trainer René Krüger musste mit Martin Bohne und Jan Freier auf zwei sehr wichtige Spieler verzichten, Dennis Conrad stand aufgrund einer Verletzung nur als Wechselspieler zur Verfügung. Daher besaß die Absicherung des eigenen Strafraums zunächst oberste Priorität. Im Großen und Ganzen war der MSV dann aber doch einen Tick besser als die Gäste. Nennenswerte Möglichkeiten gab es zwar nicht wirklich, die Bemühungen waren aber zumindest zu erkennen. Nach rund 25 Minuten kamen dann die Gäste etwas besser in die Partie und gingen dann auch prompt in Führung. Eine Ecke wurde zu kurz abgewehrt, der Schuß von der Strafraumgrenze war hart und platziert und daher nicht zu halten – 0:1. Zossen benötigte etwas Zeit, um sich dann von diesem Schock zu erholen, reagierte dann aber mit wütenden Angriffsversuchen, die allerdings ohne Durchschlagskraft blieben. Auch hier führte erst eine Standardsituation zum Erfolg. Nach einem Freistoß war Hendrik Rabe zur Stelle und vollendete per Kopfball zum 1:1.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild zunächst wenig, doch es gab wenigstens vereinzelt einige gute Strafraumszenen. Zunächst vergaben auf Seiten der Platzherren Göran Howitz und Andreas Böcker gute Chancen leichtfertig. Zumindest letztgenannter machte seinen Fauxpas allerdings etwas später wieder gut, indem er den 2:1-Siegtreffer erzielte. Einige Mellenseer reklamierten hier zwar eine Abseitsposition, doch wenn, war es passives Abseits. Doch noch waren ungefähr 15 Minuten zu spielen. Glücklicherweise konnte die Abwehr um Mathias Haß viele gegnerische Angriffe bereits im Ansatz unterbinden, kurz vor Schluß gab es aber noch einmal aber einen Aufreger im Zossener Strafraum. Zweimal konnten die Schußversuche in größter Not abgeblockt werden, im dritten Versuch ging der Ball aus Nahdistanz glücklicherweise deutlich über das MSV-Gehäuse. In dieser Situation ist die Zossener Elf nur haarscharf an der Punkteteilung vorbeigeschrammt. Nur wenig später ertönte dann aber der Schlusspfiff dieser fair geführten Begegnung und die Erleichterung in den Reihen der Gastgeber war deutlich zu spüren.

Aufstellung: Heners, Haß, T. Böcker, Russlies (Lupp), Ruden, Howitz (Röll), Rabe, Ausner, Wickert (Conrad), Senff, A. Böcker
Tore: Rabe, A. Böcker

Wünsdorf I – MSV I  3:2

Vierte Niederlage in Folge – die erste Männermannschaft durchlebt bis jetzt eine Saison der Extreme. Nach einem überaus geglückten Saisonstart, der die Mannschaft zeitweilig sogar an die Tabellenspitze katapultierte, kehren nun die ersten Erinnerungen an die letzte Saison zurück. Noch hat man zwar ein gewisses Punktepolster, aber vor allem die Leistung in den ersten 65 Minuten war bedenklich.

Zwar hatte Zossen nach rund zehn Minuten durch Andreas Senff die große Möglichkeit in Führung zu gehen, doch dann überließ man unverständlicherweise den Hausherren das Geschehen. Begünstigt wurde Wünsdorf dabei noch von einer Schiedsrichterentscheidung, die aus MSV-Sicht ziemlich unglücklich war. Eine Hereingabe in den Zossener Strafraum bekam Mathias Haß ohne Absicht an den Arm. Da aber dadurch die Flugrichtung des Balles eindeutig abgelenkt wurde, blieb der Pfiff des Schiedsrichters nicht aus. Der fällige Strafstoß führte zum 1:0. Als wenig später ein Wünsdorfer Akteur nach einer Tätlichkeit vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, stieg beim Zossener Anhang die Hoffnung wieder, doch der Umschwung blieb leider aus. Die Gastgeber waren auch weiterhin das bessere Team und vor allem spielerisch blieb bei der Zossener Elf vieles nur Stückwerk. Daher war das 2:0 hochverdient, auch wenn es ein sehr glücklicher Treffer war. Aus rund 23 Metern zog ein Wünsdorfer Stürmer einen Abpraller einfach mal ab, MSV-Keeper David Heners kam nur noch mit den Fingerspitzen ran, konnte das Geschoß aber nicht mehr entscheidend ablenken, so das der Ball hinter ihm noch über die Linie trumpfte.

Das Geschehen wurde aus Zossener Sicht auch in der zweiten Halbzeit nicht besser – im Gegenteil; nur wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff segelte eine Hereingabe von links in den Gäste-Strafraum und viel zu leicht konnte der MTV auf 3:0 erhöhen. Dies war natürlich bereits eine Vorentscheidung und erst jetzt konnten die Zossener Fans ein Aufbäumen ihres Teams erkennen. Doch wirklich durchdachte Aktionen besaßen weiterhin Seltenheitswert, die Wünsdorfer Unterzahl war weiterhin nicht zu erkennen. Bezeichnend für diesen Tag war dann in der 68. Minute, dass der wirklich erste schöne Spielzug der Gäste zu einem Treffer durch Andreas Böcker führte, dem seitens des Schiedsrichter-Trios die Anerkennung verwehrt blieb. Warum der Assistent bei der Flanke von der Grundlinie allerdings ein Abseits gesehen hat, bleibt wohl allein sein Geheimnis. Mit der Wut im Bauch packte der MSV nun die Brechstange aus. Das 3:1 durch Jan Freier fiel ähnlich wie vorher das 2:0 und auch hier sah der Keeper nicht sonderlich glücklich aus (75. Minute). Wenig später verkürzte Toni Böcker mit einem leicht abgefälschten Freistoß auf 3:2, doch alle weiteren Bemühungen blieben glücklos. Zu allem Überfluß handelte sich Freier nach einer weiteren strittigen Entscheidung des Referees noch die Ampelkarte ein.

Unterm Strich also eine verdiente Derby-Niederlage, vor allem, weil man in der Offensive erneut viel zu zurückhaltend agierte und man es nicht verstand, die numerische Überzahl konsequent auszunutzen.

Aufstellung: Heners, Conrad (Haß), Ruden, T. Böcker, Wickert. Howitz, Russlies (Rabe), Ausner, Freier, A. Böcker (Röll), Senff
Tore: Freier, T. Böcker

MSV I – Mittenwalde I  0:3

Die Euphorie ist endgültig verflogen. Nach dem überraschend guten Saisonstart ist die erste Männermannschaft endgültig auf dem Boden der Tatsachen angekommen und muss ihren Blick nun endgültig wieder Richtung Mittelfeld richten.

Dabei muss die Art und Weise, wie die Niederlage zustande kam, für Trainer René Krüger mehr als ärgerlich sein. Wie bereits in der Vorwoche gegen Niederlehme, agierte sein Team in der ersten Halbzeit wie von allen guten Geistern verlassen. Die Zweikämpfe wurden nicht angenommen, kaum ein durchdachter Spielzug, Leichtsinnsfehler usw. usf. Der Gegner, der keineswegs übermächtig agierte, wurde zum Toreschießen quasi eingeladen. Selbst Keeper David Heners, bisher der beständigste Zossener, reihte sich in die Leistung seiner Vorderleute ein. Die Partie war noch keine zehn Minuten alt, als er sich einen schweren Fehler leistete, durch den die Gäste zum 0:1-kamen. Von diesem frühen Rückstand konnte sich Zossen kaum erholen und der BSV nutzte dies gnadenlos aus. Noch vor dem Pausenpfiff erzielte man noch zwei weitere Treffer und diese waren auch hochverdient.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die MSV-Elf dann etwas besser, wobei Mittenwalde angesichts der klaren Führung nur noch drauf aus war, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Wenn Zossen im Angriff etwas kaltschnäuziger gewesen wäre, hätte diese Taktik sich vielleicht auch als falsch erweisen können, doch leider bleibt der Konjunktiv nunmal nur Konjunktiv. Insgesamt blieb Zossen in der Offensive einfach zu einfallslos, auch wenn man aufgrund der Bemühungen wenigstens einen Treffer verdient gehabt hätte. In der Schlußviertelstunde kam Mittenwalde dann noch zu einigen Kontermöglichkeiten, doch ein Treffer fiel im zweiten Durchgang letztendlich nicht mehr.

Aufstellung: Heners, Haß, Lupp, Russlies, Wickert, Conrad, Rabe (Jurkscheidt), Röll (S. Wetzel), Freier, Bohne, Senff (Howitz)

MSV I – Waltersdorf II  0:4

Nun ist es also doch passiert: die erste Männermannschaft musste ihre erste Punktspielniederlage hinnehmen. Gegen den haushohen Aufstiegsfavoriten aus Waltersdorf ist die Niederlage aber zu verkraften, zudem ist sie wenigstens um zwei Tore zu hoch ausgefallen. So eindeutig war die Leistung der RSV-Akteure dann doch nicht.

Leider agierten die Hausherren vor allem im ersten Durchgang zu ängstlich, dann wäre hier eventuell etwas mehr drin gewesen. Denn Waltersdorf bestimmte zwar ganz klar das Geschehen auf dem Platz, doch fand lange Zeit keine geeigneten Mittel, um die Zossener Abwehr zu überrumpeln. Zwei klare Möglichkeiten konnte der RSV in rund 40 Minuten verzeichnen, mehr nicht. Da man ansonsten die Angriffe immer wieder abfangen konnte, hatte man auf Zossener Seite mehrmals die Gelegenheit zum Kontern, doch wie bereits angesprochen, fehlte in diesen Situationen mal der Mut zum Dribbling oder zum Doppelpaß, um die Aktionen gewinnbringender abzuschließen. Die Gäste hingegen konnten sich dann per Doppelschlag zu den denkbar ungünstigsten Zeitpunkten eine sehr gute Ausgangssituation schaffen: In der 41. Minute fand man dann doch eine Lücke in der Zossener Abwehr und erzielte das 0:1.

Nach dem Wiederanpfiff war die zweite Halbzeit noch keine zwei Minuten alt und Waltersdorf erhöhte auf 0:2. Hier befand sich die gesamte MSV-Mannschaft wahrscheinlich noch in Gedanken in der Kabine. Dass man aber nicht ganz chancenlos war, bewies man in den folgenden 20 Minuten. Die Gäste verloren ihren Faden und die Hausherren spielten nun mutiger nach vorne. Durch Martin Bohne und Andreas Böcker kam man auch zu zwei 100%tigen Möglichkeiten, die leider nicht zum Anschlußtreffer genutzt werden konnten. Wäre dieser gefallen, wäre es wahrscheinlich noch einmal spannend geworden. Doch Waltersdorf fand rechtzeitig wieder in die Spur zurück und bestrafte in der Schlußphase Fehler in der Zossener Defensive eiskalt. Zunächst konnte man die fehlende Zuordnung bei einem Einwurf ausnutzen, die einem Gäste-Spieler eine ungehinderte Flanke ermöglichte, kurz vor dem Abpfiff wurde ein Konter schnörkelos zum 0:4-Endstand abgeschlossen.

Bedanken möchte sich die Mannschaft an dieser Stelle trotz der Niederlage bei den Fans für die bisherige Unterstützung bei den Heimspielen – weiter so!!!

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, T. Böcker (Lupp), Rabe, Russlies (Senff), Röll, Freier, Wickert, Bohne, A. Böcker

MSV I – Preußen Blankenfelde/Mahlow II  0:0

MSV-Coach René Krüger reagierte enttäuscht auf das Spiel seiner Mannschaft. Hatte sie in der Vorwoche beim 4:0-Erfolg noch spielerisch mehr als überzeugt, war in dieser Partie leider nicht mehr viel davon zu sehen. Da aber auch die Gäste die meiste Zeit weit unter ihren spielerischen Möglichkeiten blieben, wurde es eine niveauarme Partie, die sich hauptsächlich zwischen den Strafräumen abspielte. Demzufolge gab es nur wenig Chancen.

Das angebliche Spitzenspiel zwischen dem derzeitigen Tabellendritten und –vierten hielt also bei weitem nicht, was es versprach. In der ersten Halbzeit waren die Preußen sogar das etwas bessere Team, doch glücklicherweise konnten sie aus ihrer optischen Überlegenheit nur wenig Kapital schlagen. Erst nach rund 25 Minuten konnte die erste große Gelegenheit für die Gäste verzeichnet werden, doch der Ball wurde freistehend am Tor von Keeper David Heners vorbeigeschoben. Von den Platzherren war in der Offensive bis dato kaum etwas zu sehen. Die beiden Stürmer Martin Bohne und Andreas Senff rannten und ackerten viel, doch fehlten ihnen präzise Zuspiele. Einzig der früh für den verletzten Dennis Conrad eingewechselte Eric Wickert sorgte für etwas Gefahr, doch seine Hereingabe in der 40. Minute fand keinen Abnehmer.

Auch in den zweiten 45 Minuten verbesserte sich das Geschehen auf dem Platz nicht wesentlich. Blankenfelde fand gegen die sicher stehende MSV-Abwehr keine geeigneten Mittel und falls man doch mal zum Abschluß kam, gingen die Schußversuche deutlich über oder neben das Tor. Aber auch bei den Gastgebern blieb im Spiel nach vorne weiterhin vieles Stückwerk, wirklich Aufregung gab es nur ca. eine Viertelstunde vor dem Abpfiff, als nach einem Konter Bohne allein im gegnerischen Strafraum auftauchte, doch zu ungenau abschloß. Letzten Endes blieb es also das, was es war: ein typisches 0:0-Gegurke, mit dem aber beide Teams ihre derzeitige Platzierung halten konnten.

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, T. Böcker, Conrad (Wickert), Rabe, Röll, Russlies, Freier, Senff, Bohne

Heidesee I – MSV I  0:4

Die erste Männermannschaft bleibt weiterhin siegreich und damit gleichzeitig Tabellenführer der Kreisliga.

Doch obwohl der Erfolg am Ende recht deutlich ausfiel, gab es für Trainer René Krüger immer noch Schwachpunkte zu entdecken. Dazu gehört, dass seine Mannschaft immer eine gewisse Zeit benötigt, um in die Partien zu finden. So auch an diesem Tag: die ersten 15 Minuten agierte man zu passiv und zu pomadig. Stärkere Gegner hätten dies ohne Zweifel nachteilig ausgenutzt. Dann aber wachte der MSV auf und kam zu den ersten Möglichkeiten. Es dauerte noch bis zur 25. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Eine schöne Ballstafette landete bei Jan Freier, der schickte Martin Bohne mit einem Pass in die Tiefe auf Reisen und dieser schob eiskalt zum 0:1 ein. Rund sieben Minuten später konnte er zum 0:2 einlegen, diesmal ging der Assist-Point an Hendrik Rabe, der das Tor über die rechte Seite einleitete. Dieser Doppelschlag sollte gleichzeitig auch schon die Vorentscheidung gewesen sein. Die Gastgeber hatten einen mehr als schwachen Tag erwischt und blieben in der restlichen Zeit sowohl in der Offensive harmlos als auch in der Defensive überaus anfällig.

Die Gäste dominierten demzufolge auch im zweiten Durchgang das Geschehen. In der 52. Minute kam der aufgerückte Toni Böcker zu seinem ersten Saisontreffer, nachdem er kurz zuvor noch eine 100%tige Kopfballchance ausgelassen hatte. Mit der sicheren Führung im Rücken ließ es Zossen nun etwas ruhiger angehen, ohne aber den Gegner zurück ins Spiel kommen zu lassen. In der 83. Minute sorgte Dennis Conrad dann per Foulstrafstoß, nachdem Andreas Böcker nur noch regelwidrig gestoppt werden konnte, für den 0:4-Endstand. Leider wurde der Ausgang der Partie durch den Platzverweis von Daniel Ausner, kurz vor Spielende, getrübt. Der sonst sehr souverän agierende Schiedsrichter meinte eine Tätlichkeit gesehen zu haben. Eine Entscheidung, die für den Zossener Trainer, allein schon aufgrund des klaren Spielstandes, nicht nachvollziehbar war.

Die Tabellenführung wurde somit für eine weitere Woche gesichert. Doch kein Grund zur Überheblichkeit. Bis auf Sperenberg war bis jetzt kein Gegner dabei, der vor der Saison als sogenannter "Kracher" eingestuft wurde und am nächsten Spieltag wartet der ambitionierte Aufsteiger aus Blankenfelde, der ebenfalls überraschend gut in die Saison gestartet ist.

Aufstellung: Heners, Haß, T. Böcker, Bujack (Russlies), Rabe, Conrad, Ausner, Röll, Jan (Wickert), A. Böcker, Bohne (Howitz)
Tore: Bohne (2), T. Böcker, Conrad

MSV I – Großbeeren I  1:0

Durch diesen Sieg steht die erste Männemrannschaft wieder an der Tabellenspitze der Kreisliga. Doch übertriebene Erwartungen dürfen damit nicht geweckt werden, denn dieser Erfolg war sehr glücklich und vor allem in der Anfangsphase Keeper David Heners zu verdanken. Zudem machen sich in der zunehmend dunkler werdenden Jahreszeit allmählich die  unzureichenden Trainingsbedingungen bemerkbar. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Mannschaft vernünftig damit umgeht und von seiten der Stadt endlich etwas passiert.

Die Anfangsphase der Partie geht, wie bereits erwähnt, ganz klar an die Gäste. Mehrmals musste Heners Kopf und Kragen riskieren, um sein Team im Spiel zu halten. Die Zossener Elf wirkte lange Zeit gehemmt und unentschlossen. Es bedurfte erst der Mithilfe des Gegners, um wachgerüttelt zu werden – und dies kam einem Paukenschlag gleich. Andreas Senff nutzte einen kapitalen Abwehrfehler zu einem schönen Heber und plötzlich stand es 1:0. Nun war auch der MSV im Geschenen angekommen und das Spiel war ausgeglichen. Man hatte sogar die Möglichkeit, die Führung auszubauen, doch ein Freistoß von Oliver Röll flog knapp über das Tor und Martin Bohne konnte den Grün-Weißen Keeper in einer 1:1-Situation nicht überwinden.

Im Verlauf des zweiten Durchgangs machten sich auf Zossener Seiten allmählich schwindende Kräfte bemerkbar. Man versuchte die Führung über die Zeit zu retten, was in einigen Situationen beinahe nach hinten los gegangen wäre. Allerdings konnten die Gäste die optische Überlegenheit nicht nutzen. Der MSV reagierte hingegen nur noch, hatte aber dennoch einige vielversprechende Kontermöglichkeiten. Ein Kopfball von Röll landete nur an der Latte und ein Schuß von Mathias Haß wurde von einem Großbeerener Abwehrspieler für dessen bereits geschlagenen Torwart abgeblockt.

Somit blieb es beim knappen und glücklichen 1:0-Erfolg, der für Trainer René Krüger noch viele Baustellen ersichtlich machte.

Aufstellung: Heners, Conrad, Russlies, T. Böcker, Wickert (Bujack), Rabe, Ausner, Röll, Freier, Senff (Haß/Lupp), Bohne
Tor: Senff

Pokal: MSV I – Großziethen I  0:1

Die erste Niederlage in der Saison 2011/12 sorgte für das Pokal-Aus in der ersten Runde. Eine Tatsache, die sich – um ehrlich zu sein – verschmerzen lässt, wenn es dafür im Liga-Betrieb weiter so geht, wie bisher.

Zossens Trainer René Krüger musste aus verschiedenen Gründen seine Formation auf etlichen Positionen umstellen, was dem Spiel seines Teams vor allem in der ersten Halbzeit auch anzumerken war. In der Offensive hatte man im ersten Durchgang kaum eine nennenswerte Möglichkeit und die Gäste waren bedeutend länger im Ballbesitz. Doch die MSV-Defensive war wie in den letzten Punktspielen zuverlässig und ließ ihrerseits recht wenig zu. Wenn der Aufsteiger gefährlich wurde, dann geschah dies meist durch Einzelaktionen. Zudem gab es einige Situationen, in denen das Schiedsrichtergespann auf Abseits entschied, die doch etwas kritisch waren.

Im zweiten Durchgang wurde es dann etwas ausgeglichener. Die SG hatte zwar immer noch mehr von der Partie, doch nun wurden auch die Hausherren etwas mutiger. Auf beiden Seiten gab es einige Möglichkeiten, wodurch das Spiel lange offen blieb. Ca. acht Minuten vor dem Abpfiff fiel dann aber doch das Tor des Tages. Zwar reklamierten die MSV-Spieler auf Abseits und auch Spieler aus Großziethen gaben nach dem Spiel zu, das dem tatsächlich so gewesen wäre, doch alles in allem war der Treffer verdient. Kurz vor Schluß hatte dann Andreas Böcker mit einem Kopfball die Riesen-Gelegenheit, die Verlängerung zu erzwingen, doch völlig freistehend köpfte er deutlich vorbei. Kurz darauf war Schluß in einer über weite Strecken sehr faire Partie.

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, Russlies, Conrad (Freier), Röll, Wickert, Ausner, Steinhöfer (A. Senff), Bohne, A. Böcker

Ragow I – MSV I  0:1

Erneut konnte sich der MSV auswärts drei wichtige Punkte für einen Mittelfeldplatz sichern. Das Spiel an sich war allerdings wenig berauschend, am Ende aber ist es vollkommen egal. Das nackte Ergebnis zählt und das stimmt zuversichtlich – sieben Punkte aus den ersten drei Punktspielen!

Dabei war die Partie von Beginn an sehr zerfahren. In einer Begegnung zweier schwacher Teams war der MSV glücklicherweise etwas stärker. Die Defensive stand sicher und meldete die gegnerische Offensivabteilung nahezu vollständig ab. Im Spiel nach vorne setzte man zumindest hin und wieder Nadelstiche, doch ansonsten blieb es sehr verhalten. Das hier aber eindeutig mehr drin gewesen wäre, war nach rund einer halben Stunde zu sehen. Der MSV zog kurzzeitig die Zügel an und prompt fiel das 0:1. Martin Bohne war der Torschütze und es sollte das Tor des Tages sein. Die Gäste zogen sich kurz darauf wieder zurück und warteten den gegnerischen Ansturm ab, der aber nicht statt fand.

Auch im zweiten Spielabschnitt besserte sich das Geschehen auf dem Platz nicht. Zossen spielte den Schuh routiniert, aber ohne Eigeninitiative herunter, Ragow präsentierte sich auf eigenem Geläuf wie ein Abstiegskandidat. Erst in der Schlußphase wurde es etwas turbulenter. Die Gastgeber merkten nun, dass die Zeit gegen sie tickt und mit dem Mut der Verzweiflung drückte man nun doch auf den Ausgleich. Der MSV musste 2-3 brenzlige Situationen überwinden und wäre fast für seine Nachlässigkeit bestraft worden, doch am Ende konnte der volle Erfolg unter Dach und Fach gebracht werden.

Aufstellung: Heners, Conrad, T. Böcker, Bujack, Ausner, Wickert, Ruden, Rabe, Freier, A. Senff (Haß), Bohne (Russlies)
Tor: Bohne

MSV I – Sperenberg I  2:2

Trainer René Krüger kann sich über einen gelungenen Saisonstart freuen. Mit vier Punkten aus zwei Spielen befindet sich seine Mannschaft im Soll, was Mut für die weiteren Aufgaben macht. Es wurde aber auch deutlich, dass die Partie gegen Motzen kein Maßstab war, denn die Sperenbegrer bewiesen, dass sie ein ungleich härteres Kaliber sind.

Die erste Halbzeit verlief noch relativ ausgeglichen. Beide Mannschaften agierten zunächst eher abwartend und lauerten auf Fehler des Gegners. Dieser ereignete sich nach rund einer Viertelstunde auf Seiten des KSV tatsächlich. Ein Rückpass zum eigenen Keeper geriet zu kurz und Martin Bohne nutzte diesen Blackout zum 1:0. Allerdings konnte der MSV diesen Schwung nicht lange mitnehmen. Nur rund zehn Minuten später erzielten die Gäste mit einem schönen Schuß von der Strafraumgrenze den Ausgleich. Hierbei zeigte die gesamte Zossener Mannschaft jedoch ein höchst fahrlässiges Defensivverhalten.  Dies war dann auch gleichzeitig der Pausenstand.

Auch der zweite Durchgang endete schließlich unentschieden. Zunächst waren die Hausherren wieder tonangebend, doch viele Angriffe wurden zu leichtfertig durch Fehlpässe ooder überhastete Abschlüsse aus der Hand gegeben. Dennoch konnte man wieder in Führung gehen. In der 55. Minute gab es einen Zweikampf im Sperenberger Strafraum, in dessen Folge Jan Freier zu Boden ging. Der bis dahin souveräne Schiedsrichter reagierte zunächst nicht, sein Assistent hob jedoch ohne zu zögern die Fahne, woraufhin der Referee auf den Elfmeterpunkt zeigte. Letzten Endes eine strittige Entscheidung. Der Ball wurde zwar gespielt, doch es knallte dabei über den ganzen Platz. Wie dem auch sei, Mannschaftsführer Freier verwandelte gewohnt sicher zum 2:1. Unverständlicherweise gaben die Gastgeber nach diesem Treffer nach und nach die Initiative aus der Hand. Sperenberg spielte nun mit aller Macht auf den Ausgleich und dieser fiel dann in der 80. Minute. Leider wurde Zossen in der 88. Minute ein weiterer Treffer aberkannt, aufgrund einer angeblichen Abseitsentscheidung. Auch dies war mehr als strittig, letzten Endes aber eher ausgleichende Gerechtigkeit. Was aber gerecht war, war die Punkteteilung. Beide Mannschaften zeigten vor allem in der zweiten Halbzeit guten Kreisliga-Fußball und beide hätten den Sieg verdient gehabt. Von daher kann man gut mit diesem Ergebnis leben.

Aufstellung: Heners, Haß, Bujack, Russlies, Conrad (Lupp), Rabe, Wickert, Ausner (Steinhöfer), Freier, Howitz, Bohne
Tore: Freier, Bohne

Wacker Motzen I – MSV I  1:7

Zum ersten mal seit Bestehen des MSV grüsst die erste Männermannschaft von der Tabellenspitze. Klar, diese Tatsache hat keinerlei Aussagewert, aber warum nicht kurz genießen? Vor allem, wenn es Schlagzeilen wie "Vom Kellerkind zum Spitzenreiter" hervorruft.

Aber genug der überschwänglichen Worte. Trotz des eindeutigen Sieges war Trainer René Krüger nicht hundertprozentig zufrieden. Nach seinen Eindrücken war das Ergebnis etwas zu deutlich ausgefallen. Motzen hielt in der Anfangsphase gut mit und hätte bei mehr Cleverness auch in Führung gehen können. Jedenfalls ließ die erste Viertelstunde nicht erkennen, wohin die Reise dann letztendlich ging. Doch 13 ganz starke Minuten der Gäste stellten die Weichen auf Sieg. Zunächst erzielte Martin Bohne in der 17. Minute die Führung, kurz darauf lenkte ein Motzener Spieler eine Flanke von Jan Freier in das eigene Tor, in der 30. Minute erzielte Patrick Ruden dann das 0:3. Mit dieser sicheren Führung im Rücken überwand der MSV die restlichen Minuten bis zur Halbzeit.

Im zweiten Durchgang ließen die Zossener zunächst nicht viel anbrennen, im Gegenteil: Andreas Senff erzielte kurz vor seiner Ausweschlung das 0:4. Für ihn kam kurz darauf Andreas Böcker in die Partie und auch er konnte sich gleich auszeichnen. Nach rund einer Stunde Spielzeit machte er mit seinem Treffer zum 0:5 alle Messen klar. Angesichts des klaren Spielstandes zog dann der Schlendrian in die MSV-Reihen ein, u.a. führte die Nachlässigkeit zum Motzener Ehrentreffer. Erst in der Schlußphase agierten die Gäste dann wieder etwas konsequenter. Bohne erzielte noch zwei weitere Treffer zum 1:6 und 1:7.

Rundum also ein gelungener Saisonauftakt, der aber auf keinen Fall überbewertet werden darf. Was der Erfolg wert ist, wird sich am kommenden Sonntag zeigen, wenn die ambitionierten Sperenberger um den Ex-Zossener Christoph Jachan zu Gast sind. Vor allem, weil das MSV-Team aufgrund diverser Spielerausfälle auf einigen Positionen umgebaut werden muss.

Aufstellung: Heners, Conrad, Bujack, Russlies, Ruden (Wickert), Röll, Ausner (Howitz), Freier, Rabe, Senff (A. Böcker), Bohne
Tore: Bohne (3), Böcker, Senff, Ruden, Eigentor