Archive

26. Dabendorfer Herbstlauf – Beste Bedingungen, schnelle Läufer, neuer Streckenrekord

Es war ein rundum gelungener Laufnachmittag: Endlich wieder Sonne, ein großes und starkes Läuferfeld und tolle Ergebnisse.

227 Läuferinnen und Läufer zwischen vier und 85 Jahren starteten bei der 26. Auflage des Dabendorfer Traditionslaufs, darunter wieder viele „alte“ Bekannte. Und weil es sowohl im Energie-Cup Teltow-Fläming als auch im landesweiten Brandenburg-Cup der Mineralquellen Bad Liebenwerda um wichtige Wertungspunkte ging, kamen die Sportler nicht nur aus der Region, sondern auch aus Hennigsdorf, Cottbus oder Rathenow.

Dank vieler Helfer war alles bestens vorbereitet – die Strecke markiert, der Sportplatz gemäht, der Wald gefegt, Kuchen gebacken, Tische und Bänke aufgebaut. Bei der Startnummernausgabe wurde noch einmal auf die gestaffelten Startzeiten hingewiesen. Punkt 14 Uhr schickte Bürgermeisterin Michaela Schreiber die Jüngsten auf die 1,3-km-Schnupperlaufstrecke. Die Anfeuerungsrufe der versammelten Läuferschar begleiteten die Kinder auf den letzten Metern zum Ziel ins Stadion. Hier war jeder ein Held, nicht nur der zehnjährige Lennard Priewisch (MTV Wünsdorf), der als Erster über die Ziellinie stürmte, verfolgt von zwei Siebenjährigen – Viktoria Birkicht (Rundendreher Schönfließ) und Samuel Weigand (Potsdamer Laufclub). Die Jüngsten beim Schnupperlauf waren gerade einmal vier Jahre alt!

Nach dem Zieleinlauf der Jüngsten war das Hauptfeld der 10,1- und 15,0-km-Läufer an der Reihe, insgesamt 145 Läufer! Den meisten ging es hier um ihre Cup-Wertung, einige absolvierten aber auch einen letzten Trainingswettkampf vor dem Berlin-Marathon. Entsprechend ehrgeizig und schnell ging es zur Sache. Das Ergebnis: Tolle Zeiten und ein neuer Streckenrekord!

Als Erster überraschte der Potsdamer Markus Cyranek (FC Deutsche Post) die Zuschauer. Mitten hinein in die Siegerehrung für die Jüngsten lief er nach nur 34:29 min über die Ziellinie, volle sechs Minuten vor Marita Wahl (w45, Blankenfelde), die die 10,1 km als Zweite beendete. Mit 40:36 min blieb sie immer noch eine volle Minute vor dem zweiten Mann. Auch die Zweite und Dritte bei den Frauen, Helena Landstorfer (u18, LLV Ludwigsfelde) und Kathrin Koczessa (LG Oberhavel, w40), erzielten mit 42:28 bzw. 42:40 sehr gute Zeiten.

Den Vogel aber schoss Daniel Schröder (m35) ab. Sein Sieg über die 15 km war für die meisten keine große Überraschung, dominiert der Trebbiner doch seit längerem die Laufszene in der Region. Schon zum dritten Mal hintereinander stand er nun in Dabendorf auf dem obersten Treppchen. Seine Siegerzeit von 51:06 min aber bedeutet neuen Streckenrekord! Den bisherigen hatte Gerrit Wegener (Die LaufPartner) seit 2014 inne. Nun war Daniel nicht nur eine halbe Minute schneller als seinerzeit Wegener; er blieb auch mehr als zweieinhalb Minuten unter seiner eigenen Vorjahreszeit. Und darüber hinaus hat Daniel – wie übrigens eine Reihe weiterer Starter auch – mit der maximal möglichen Punktzahl auch den Sieg beim Energie-Cup bereits vorzeitig in der Tasche.

Auf der 3,2-km-Wertungsstrecke freute sich der Veranstalter ganz besonders über sehr gute Ergebnisse für die eigenen Teilnehmer. Auch wenn wegen paralleler Wettkämpfe nur wenige der jungen MSV-Leichtathleten am Start waren, so waren diese doch um so erfolgreicher: Mit Fabienne Janus konnte der MSV Zossen 07 nicht nur die Gesamtsiegerin über die 3,2 km bei den Mädchen stellen – zusammen mit Emily Wuthe und Tara-Renee Schröder beherrschte sie auch unangefochten die Altersklasse w 12.

Für ein klein wenig Aufregung sorgte das Dutzend Nordic Walker. Auf dem gleichen Rundkurs wie die Schüler unterwegs, sollten die Walker eigentlich ganz zum Schluss starten. Organisations-Chef Uli Böhme traute deshalb seinen Augen nicht, als sie plötzlich dem Hauptfeld hinterher stakten. Da sie aber den deutlich schnelleren 3,2-km-Läufern bereitwillig Platz machten, bereitete diese nicht geplante Programmänderung keinerlei Probleme. Anders die in einzelnen Quellen falsch angegebene Startzeit: Trotz diverser Hinweise auf den korrekten 14-Uhr-Start standen leider einige Läufer bereits zu 10 Uhr am Sportplatz. Dem Veranstalter tut dies ausgesprochen leid. Wer immer Zweifel an den Angaben in einer Veröffentlichung hat, sollte am besten noch einmal direkt in die Ausschreibung schauen, oder auch unmittelbar beim Veranstalter anrufen.

Ganz herzlich bedanken möchten sich die Organisatoren des Herbstlaufs bei allen Helfern – v.a. bei der Freiwilligen Feuerwehr Dabendorf, den Mitwirkenden aus anderen Abteilungen des MSV Zossen 07, den fleißigen Kuchenbäckern, der Besatzung des Sportcasinos, dem Hallenwart, bei der Stadt Zossen für ihre Unterstützung, natürlich bei den Sponsoren der Cup-Läufe und bei allen hier nicht extra genannten Freiwilligen!

Ergebnisse 26. Dabendorfer Herbstlauf:

Strassenlauf.org
Zwischenstand Cup-Wertungen
TF-Cup (Strassenlauf.org)

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.