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Herausforderungen beim 25. Herbstlauf gemeistert

Herausforderungen beim 25. Herbstlauf gemeistert

Jubiläumslauf mit gemischter Bilanz

Hochsommer im September – und ausgerechnet zum Dabendorfer Herbstlauf kam der Wetterumschwung. Am Samstagmorgen konnten die Helfer Tische und Bänke erstmal nur unterm Zeltdach verstauen, die Anmeldung in der Turnhalle einrichten  und hilflos warten. Glücklicherweise hörte der sintflutartige Regen zum Mittag auf, der Jubiläumslauf konnte ordnungsgemäß starten. Allerdings mit lediglich 163 Aktiven; so wenige gab es in Dabendorf seit vielen Jahren nicht mehr. Immerhin war der „25.“ ja sowohl Wertungslauf im Brandenburg-Cup der Bad Liebenwerda Mineralquellen als auch im Energiecup Teltow-Fläming. Zahlreiche Voranmeldungen, vor allem aus der Region, wurden nicht eingelöst, beim Schnupperlauf für die Jüngsten ging nur eine gute Handvoll Kinder an den Start. Wer von weiterher kam, ließ sich dagegen vom Wetter nicht schrecken. Brandenburg-Cup-Läufer von Hennigsdorf bis Cottbus hatten sich eingefunden, dazu Aktive aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und sogar aus Stuttgart.

Zuerst machten sich die ganz Kleinen auf ihre 1,3-km-Schnupperrunde und wurden wie immer am Sportplatz von der kompletten Läuferschar angefeuert. Danach startete der Hauptlauf über 10,1 und 15 km, und als Letzte die Schüler über vier Kilometer.

Bis zur Zielankunft der 4-km-Läufer hätte es nun eine kurze Verschnaufpause für die Organisatoren geben sollen, aber was war das? Schon nach knapp neun Minuten stürmte der Erste ins Ziel. Und unmittelbar danach die übrigen Schüler. Die Zeitnehmer reagierten schnell, und Moderator Bernhard Schmidt begrüßte nun „die Zieleinläufer auf der 2,3-km-Strecke“. Das komplette Hauptfeld sowie die nachfolgenden Walker waren an einem Abzweig falsch eingewiesen worden. „So kurz waren vier Kilometer noch nie“, wunderte sich eines der Kinder. Wenig später kam dann noch eine Gruppe ins Ziel – die flinken Männer, die vorweggerannt waren, hatten ganz regulär ihre vier Kilometer absolviert und von dem Geschehen hinter sich gar nichts mitbekommen. Zum Glück im Unglück waren nahezu alle Schüler zu kurz gelaufen, so dass trotzdem eine reguläre Wertung möglich war.

Kaum war dies klar, kamen auch schon die Ersten über 10 km im Stadion an. Nach den irritierten Mienen der Schüler dominierte hier die Freude am Lauf und an guten Leistungen. Mit großem Abstand lief als Erster über 10 km Lucas Prill (LLG Luckenwalde) in 00:39:33 ein, gefolgt von Marita Wahl als erster Frau und Gesamtzweiter. Die schnelle Frau aus Blankenfelde-Mahlow hat in Dabendorf – ebenso wie Silvia Schierz aus Jüterbog und Jannes Abicht aus Luckenwalde – ihren siebenten Wertungslauf im Energie-Cup Teltow-Fläming gewonnen. Alle drei stehen damit (wie schon vier weitere Cupläufer)  vorzeitig als Sieger in ihrer Altersklasse fest.
Den Gesamtsieg über 15 km holte sich wieder Vorjahressieger Daniel Schröder vom SC Trebbin in 53:43 min mit mehr als zwei Minuten Vorsprung vor dem Bernauer Mike Tilgner. Bei den Frauen siegte über 15 km Sylvia Völkert aus Falkensee in 1:08:55.
Auf der ursprünglichen 4-km-Strecke wurde die Wertung gesplittet: Den 2,3-km-Lauf gewann bei den Jungen Lance Franke vom Potsdamer Laufclub (00:08:54) vor dem Luckenwalder Jannes Abicht und bei den Mädchen Matilda Mai (Luckenwalde, 00:09:18) vor Ronja Neumann (00:09:57) aus Jüterbog. Wer die kompletten vier Kilometer absolviert hatte, wurde extra gewertet. Schnellster war hier Steffen Bäwert vom VfL Brandenburg in 00:14:11.

In dieser Gruppe fand sich als willkommener Gast zum Jubiläum auch der Berliner Klaus Goldammer wieder. Der letzte DDR-Meister im Marathon kommt seit den Neunzigern immer wieder gern nach Dabendorf. Mit Hans Ziehe vom SV Stahl Hennigsdorf war eine weitere Leichtathletik-Legende früherer Jahre am Start des Jubiläumslaufs. Der 80-jährige betreute vor allem „seine“ Hennigsdorfer Läufer, die im Brandenburg-Cup äußerst erfolgreich sind, und nahm zusätzlich selbst die Walking-Strecke in Angriff.

Nach dem Wettkampf saßen viele Sportler noch beisammen, plauschten und ließen sich den traditionellen Pflaumenkuchen schmecken. Anklang fanden auch die bunten Buffs, die jeder Finisher zur Erinnerung an den „25.“ bekam.

 

Ergebnisse unter: http://www.ssf-timing.de

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